360Kompakt » Management » Blogger über ihren Blog: Der Wildenmann Blog ist fester Bestandteil der Unternehmenskommunikation

Blogger über ihren Blog: Der Wildenmann Blog ist fester Bestandteil der Unternehmenskommunikation

In dem Unternehmensblog des Trainings- und Beratungsunternehmens stehen die Themen Führungskräfteentwicklung, die strategische Differenzierung über die Kundenbegeisterung sowie das 360 Grad Feedback für Führungskräfte, Projektleiter und Verkäufer im Fokus. Im Rahmen der Strategie konzentrieren sie sich in erster Linie auf den Menschen in einer Organisation und beraten Firmen in der Ausgestaltung ihrer Führungs- und Leistungskulturen.

Den Wildenmann Blog gibt es seit November 2016 – er wird vom Wildenmann Team geführt und als Chance genutzt, um über erfolgreiche Kundenprojekte zu berichten und authentische Praxisbeispiele zu diskutieren. Der Blog dient zugleich als Inspirationsquelle und Wissenslieferant und soll die Leser der Managementebene unter anderem auf heutige Herausforderungen wie die Digitalisierung und technologische Veränderungen vorbereiten.

Leser finden im Wildenmann Blog informative und aktuelle Artikel zu vielen verschiedenen Aspekten der Führungskräfteentwicklung, zu professionellen 360 Grad Feedbacktools, zu Erfahrungen aus dem Bereich Kundenbegeisterung sowie Artikel und Studien zum erfolgreichen Führen. Die spannenden Einblicke in die Praxis eines dynamischen und erfolgreichen Unternehmens inspirieren und stiften an. Dr. Bernd Wildenmann berichtet im Anschluss persönlich über den Unternehmensblog und gibt Einblicke in die Herausforderungen des Managements der Zukunft.

Dr. Bernd Wildenmann über den Wildenmann Blog

360Kompakt: „Wie ist die Idee zu ihrem Blog entstanden, seit wann betreiben Sie Ihren Blog und wie sind Sie zum Blogger geworden?“

Dr. Wildenmann: „Den Wildenmann Blog gibt es nun seit November 2016 und das Bloggen ist mittlerweile fester Bestandteil unserer Unternehmenskommunikation geworden.

Für uns ist der Blog eine gute Möglichkeit, ganz authentisch aus aktuellen Kunden-Projekten zu berichten und unsere Leistungen weiter vorzustellen. Wir möchten unseren Lesern weiterhin eine möglichst genaue Vorstellung davon geben, wer Wildenmann Consulting ist und wo genau unsere Stärken liegen.“

360Kompakt: „Was ist der Schwerpunkt/Fokus Ihres Blogs?“

Dr. Wildenmann: „Auf unserem Blog berichten wir über unsere Tätigkeit als Beratungs- und Trainingsunternehmen. Die Leser finden Artikel zu außergewöhnlichen Programmen zur Führungskräfteentwicklung, neuen Entwicklungen im Bereich von professionellen 360 Grad Feedbacktools, Erfahrungen aus dem Bereich Kundenbegeisterung und Führung sowie Studien zu den erfolgskritischen Faktoren von Führung.

Mit der Auswahl unserer Themen geben wir den Lesern spannende Einblicke in unseren Berater-Alltag und erfolgreich umgesetzte Kundenprojekte. Wir möchten aufzeigen, welche Möglichkeiten im Bereich der Führungskräfteentwicklung bestehen und einen Anreiz geben, Entwicklungspotenziale im eigenen Unternehmen zu erkennen und zu fördern. Der Wildenmann Blog soll Inspirationsquelle und Wissenslieferant sein, er gibt unserem Unternehmen eine sehr persönliche Note und zeigt deutlich mit welcher Leidenschaft und Faszination wir uns dem Thema: Menschen und Entwicklungsprozesse widmen.“

360Kompakt: „Wenn jemand Zeit hat nur einen einzigen Artikel zu lesen, welchen Artikel von Ihrem Blog würden Sie da empfehlen?“

Dr. Wildenmann: „Aktuell möchten wir hier unseren neusten Artikel „Kundenbegeisterung als Differenzierungsstrategie“ empfehlen.“

Dr. Bernd Wildenmann zum Thema Management

Manager beraten über Inhalte
Quelle: Panumas Yanuthai/Shutterstock.com

360Kompakt: „Wo sehen Sie die Herausforderungen des Managements in Zeiten der Digitalisierung heutzutage?“

Dr. Wildenmann: „Die Herausforderungen an das Management in den heutigen Zeiten sind geprägt durch drei Faktoren:

  1. Digitalisierung in fast allen Bereichen der Unternehmung
  2. Die zunehmende Gleichheit in den Produkten und Dienstleistungen
  3. Die Gefahr der Disruption in vielen Unternehmen und Branchen

Durch die Digitalisierung werden viele einfache Arbeitsplätze in der Zukunft wegfallen. Für andere Arbeitsplätze heißt Digitalisierung, dass sie anspruchsvoller werden und dass die Mitarbeiter durch ihre Professionalität einen entscheidenden Unterschied zum Wettbewerb machen. Einen Unterschied in der qualitativ hochwertigen Betreuung der Kunden. Beispielsweise werden durch Roboter-Programme viele Arbeitsplätze wegfallen und die Beratung der Kunden rationalisieren. Das heißt, viele Beratungsinhalte werden durch diese Programme übernommen (Vermögensberatung in einer Bank, Rechtsberatung in einer Kanzlei).

Nachdem alle Wettbewerber diese Programme haben werden, stellt sich die Frage, wie man eine Differenzierung zum Wettbewerb gewährleisten kann. Diese Differenzierung wird nur über das Image eines Unternehmens gehen. Es geht also dann um die Frage des Marketings und der Vermarktung des Unternehmens einerseits, andererseits um die Fähigkeit der Menschen durch eine professionelle Behandlung des Kunden, sowohl in Kompetenz wie Empathie, einen strategischen Unterschied zu machen.

Dasselbe passiert in der fortschreitenden Gleichheit von Produkten und Dienstleistungen. Es müssen neue strategische Differenzierungsmöglichkeiten gefunden werden, die es möglich machen einen Nutzen-Vorteil zu den Wettbewerbern darzustellen. Das können beispielsweise Nutzeninhalte neben dem Produkt sein. Aber auch hier wird sich die Frage stellen, wer die Kunden am stärksten an sich binden kann.

Kundenzufriedenheit an diesem Punkt genügt nicht mehr. Es muss gelingen die Kunden so weit zu begeistern, dass sie sich in einer Art Konditionierungseffekt mental zuverlässig auf eine Organisation einstellen und dort zum Dauerkunden werden. Dieser Effekt wird nur durch eine stabile und belastbare Kompetenz der Mitarbeiter zu gewährleisten sein, indem sie den Kunden fachlich wie aber auch emotional verstehen und für die eigene Firma gänzlich gewinnen. In diesen beiden Bereichen wird sichtbar, dass es in der Zukunft weitaus wichtiger wird, von dem Prinzip „Ein Kopf – viele Hände“ zum Prinzip „Viele Köpfe – viele Hände“ zu kommen. Dies hat immense Auswirkung auf die Ausgestaltung unserer heutigen Arbeitskulturen, die vielerorts noch durch Kontrolle und Vorgabe gekennzeichnet sind, hin zu Eigeninitiative, Eigenverantwortung und Selbstmotivation.

Darüber hinaus stellen wir in vielen Kulturen fest, dass sich bestimmte Verhaltensmuster bei den Mitarbeitern wiederholen. Gerade in Firmen, die sich viel Mühe um ihre Mitarbeiter geben, zeigt sich als Muster immer wieder eine gewisse Opferhaltung. Vieles wird eher kritisch gesehen, es wird viel gejammert, die Probleme werden nur bei den anderen gesehen und es herrscht eine gewisse Selbstzufriedenheit. Dieses eher „Schwermütige“ in einer Organisation sollte gewandelt werden in eine Leichtigkeit, in eine positive Aggressivität den Kunden gewinnen und halten zu wollen.

Bezüglich der Disruption gibt es darüber hinaus noch eine weitere Herausforderung: Die Fähigkeit zur Innovation wird zur Überlebensstrategie. Die Herausforderung für das Management ist es, Prozesse in Gang zu bringen, dass die Mitarbeiter in einem quasi Schwarmverhalten viele Innovationen hervorbringen.

Die Aufgabe des Managements ist es, diesen Prozess zu induzieren und in den vielen Möglichkeiten, die dann aufgezeigt werden, eine Struktur für die Produkte und Dienstleistungen der Zukunft zu erkennen – daraus neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Auch hier braucht es die Mitarbeiter und deren ganze Energie und Kreativität.“

360Kompakt: „Wie werden sich die Anforderungen an Führungskräfte in Zukunft wandeln?“

Dr. Wildenmann: „Die Anforderungen werden sich in dreierlei Hinsicht verändern.

Durch die zunehmende Komplexität ist die Anforderung an Führungskräfte, mit Komplexität umzugehen, weitaus höher als bisher. Komplexe Probleme auf die entscheidungsrelevanten Faktoren zu reduzieren und dann noch die Bereitschaft und Fähigkeit zu haben, unter Unsicherheit zu entscheiden, sind die Herausforderungen.

Zum zweiten wird es wichtig sein in Zukunft eine hohe Fähigkeit in der Kompetenz „Sinn stiften und Orientierung geben“ zu haben. Diese Grundbedürfnisse der Menschen, nach Sinn und Orientierung, werden umso deutlicher hervortreten, je stärker sich Unternehmen in einem disruptiven Kontext befinden.

Der dritte Bereich ist die Fähigkeit, Menschen zu inspirieren und durch Empathie ihre Energie zu bekommen.“

360Kompakt: „Was macht eine gute Führungskraft aus?“

Dr. Wildenmann: „Eine gute Führungskraft ist in den heutigen Zeiten in möglichst hoher Resonanz zu der Zukunft, zu den Führungskräften und zu den Mitarbeitern. Resonanz heißt, bei dem Gegenüber eine adäquate Reaktion zu erzeugen und zu erhalten. Je eher gewissermaßen eine Resonanz, also eine Auslösung von Gleichklang, gelingt, umso mehr wird Commitment und Motivation entstehen.

Eine gute Führungskraft ist in der Lage andere Menschen zu energetisieren. Sie zeigt auf der einen Seite Achtsamkeit und auf der anderen Seite Konsequenz und die Bereitschaft, Erwartungen für den Erfolg unmissverständlich und klar zu äußern. Das Ziel im Visier zu haben und nicht die Maßnahmen.

Eine gute Führungskraft wird eher von der Zukunft her führen, also fragen: „Was braucht die Zukunft?“ anstatt „Was könnten wir tun?“. Sie hat eine strategische Effektivität, mit der sie die Mitarbeiter prozessorientiert von der Problemstellung zur Lösung führt. Eine gute Führungskraft hat eine Dramaturgie im Kopf, mit welcher auch komplexe Fragestellungen Zug um Zug zur Lösung geführt werden.

Noch mehr interessante Blogs zum Thema Führung und Management finden Sie in unserem Einführungsartikel zu dieser Serie „10 Management-Blogger, die Sie kennen sollten„.


Zum Weiterlesen:

Kommentar hinzufügen