Mitarbeitermotivation: Der Schlüssel zum nachhaltigen Erfolg

Wussten Sie, dass ca. 24% aller Angestellten in Deutschland innerlich bereits gekündigt haben? Fast jeder Vierte würde also kündigen, wenn er nur könnte. Als Unternehmer oder leitender Angestellter fragen Sie sich jetzt wahrscheinlich, wie es um die Mitarbeitermotivation in Ihrem Unternehmen oder Team steht und ob es sich lohnt, etwas gegen dieses Problem zu unternehmen.

Das Stichwort hier ist Mitarbeitermotivation

Manager motiviert Mitarbeiter
Quelle: Antonio Guillem/Shutterstock.com

Fehlende Motivation am Arbeitsplatz kann für Unternehmen schwerwiegende Folgen haben. Ist ein Mitarbeiter nämlich in seinem Job nicht engagiert, fehlt er öfter, arbeitet weniger und bringt auch deutlich weniger Ideen in die Arbeitsprozesse ein oder er kündigt bei der erst besten Gelegenheit tatsächlich. Leider ist es kaum möglich, den Betroffenen in den Kopf zu schauen und kaum ein Mitarbeiter wird seinem Vorgesetzten ehrlich gestehen, dass er innerlich nicht mehr wirklich bei der Sache ist.

Als Führungskraft haben Sie im Grunde genau eine effektive Waffe gegen innerliche und auch gegen tatsächliche Kündigen: Die Motivation Ihrer Mitarbeiter. So salopp gesagt, scheint das Problem ja schon gelöst zu sein. Aber halt! Ist es wirklich so einfach, wie es auf den ersten Blick scheint? Schnell zeigt sich nämlich, dass jeder Ihrer Mitarbeiter ein Individuum ist und von ganz unterschiedlichen Dingen angetrieben wird. Als Unternehmen, das sich dem Wettbewerb stellen muss, können Sie natürlich nicht auf jeden Wunsch und jedes Bedürfnis eingehen.

Aber was genau können Sie wirklich tun?

1. Arbeitsplatz

Schauen Sie sich einmal in Ihrem oder dem Büro Ihrer Mitarbeiter um. Ist es ein Ort, an dem Sie gerne arbeiten? Niemand möchte gerne in einer dunklen Ecke sitzen oder von Unordnung erschlagen werden. Darüber hinaus ist wichtig, dass alle Arbeitsplätze ungefähr gleichwertig sind und sich niemand ausgrenzt fühlt.

Jeder Arbeitsplatz sollte:

– Gutes Licht/Tageslicht haben

– Aufgeräumt und funktional sein

– Gleichwertig sein

Nehmen Sie sich hier einfach ein Beispiel an den großen Erfolgsgeschichten der Internet-Tech-Giganten wie Google oder Facebook sowie den kleinen hochinnovativen und motivierten Startups. Diese Unternehmen setzen allesamt auf offene und helle Flächen sowie das Gruppen-Feeling mit dem vollkommenen Verzicht auf die seelenraubende Cubicle-Farm der 90er-Jahre.

Selbst augenscheinlich banale Dinge können das Arbeitsklima im Büro nachhaltig verbessern. Dazu gehört zum Beispiel ein kleines Angebot an frischem Obst, Snacks, Kaffee, Wasser und anderen Getränken. So wird der Arbeitsalltag im Büro gleich angenehmer. Ihre Mitarbeiter werden Ihnen diese kleine Geste sicher mit mehr Motivation und Freude an der Arbeit danken.

2. Arbeitsklima

Gespräch mit Vorgesetzen
Quelle: Impact Photography/Shutterstock.com

Haben Sie sich schon mal gefragt, ob Ihre Mitarbeiter offen mit Ihnen über Probleme auf der Arbeit reden können? Zu einem guten Arbeitsverhältnis trägt ein offener und wertschätzender Umgang mit Ihren Mitarbeitern maßgeblich bei. Achten Sie darauf, ein Vorgesetzter zu sein, den Sie selbst gerne haben würden. Respekt, Ehrlichkeit, Unterstützung, klare Kommunikation und Verständnis sind die Grundlage für ein Vertrauensverhältnis zwischen Ihnen und Ihren Mitarbeitern. Nur so werden sich Ihnen Ihre Mitarbeiter öffnen und am Ende von selbst mitteilen, wo es Veränderungen geben sollte oder wo Hilfe gebraucht wird. Haben Sie am besten immer ein offenes Ohr für Ihre Mitarbeiter.

Das Stichwort hier ist Wertschätzung. Ein Mitarbeiter, der sich wertgeschätzt fühlt, sieht sich schnell als integraler Teil des Unternehmens oder der Abteilung. Aber wie erreichen Sie, dass sich Ihre Mitarbeiter wertgeschätzt fühlen?

Teilen Sie positives Feedback mit – Sagen Sie Ihren Mitarbeitern, wenn diese eine Aufgabe gut erledigt oder Kunden Lob ausgesprochen haben. Gute Arbeit geleistet zu haben, macht stolz und zufrieden.

Teilen Sie Verantwortung – Vertrauen Sie in die Fähigkeiten Ihrer Mitarbeiter und nehmen Sie nicht alles selbst in die Hand. Verantwortung zu haben, fördert die Bindung Ihrer Mitarbeiter zu Ihnen und dem Unternehmen. Mit einer Aufgabe betraut zu werden und die Verantwortung dafür zu tragen, zeigt Ihre Wertschätzung gegenüber den Fähigkeiten Ihrer Mitarbeiter.

Fordern Sie Leistung – Vertrauen Sie nicht nur in die Fähigkeiten Ihrer Mitarbeiter, sondern fordern Sie sie heraus.

Ermöglichen Sie Weiterbildungen – Geben Sie Ihren Mitarbeitern Raum sich weiterzuentwickeln und sich weiterzubilden. Aufstiegschancen und mehr Verantwortung übernehmen zu können, sind oft ein ausgezeichneter Motivator.

3. Belohnungen & Anreize

Benefits zur Mitarbeitermotivation
Quelle: Duncan Andison/Shutterstock.com

Motivierte Mitarbeiter tragen entscheidend zum Erfolg eines Unternehmens bei. Ein gutes Betriebsklima, wertschätzender Umgang und das Übertragen von Verantwortung wirken sich positiv auf das Engagement Ihrer Leute aus. Doch nicht nur strukturelle oder persönliche Maßnahmen helfen dabei, Ihre Mitarbeiter zu motivieren. Es geht auch ganz klassisch mit Anreizen und Belohnungen für ihr Engagement. Zu beachten ist hier jedoch, dass nicht jeder auf die gleichen Belohnungen anspricht. Manch ein Mitarbeiter ist mit einem einfachen Jahresbonus für erreichte Ziele einfach zu motivieren. Für viele sind aber auch andere Anreize sehr interessant. Sollten Sie sich nicht entscheiden können, welche Belohnung zu den einzelnen Mitarbeitern wirklich passt, dann erkundigen Sie sich einfach bei ihnen! Auch eine solche interne Umfrage wird als erfreuliche Wertschätzung wahrgenommen – denn Sie zeigt, dass Sie Ihre Mitarbeiter nicht nur generell, sondern individuell wahrnehmen und schätzen.

Im Folgenden geben wir Ihnen noch ein paar Ideen.

Gehaltsboni – Der Klassiker im Arbeitsleben. Für erreichte Ziele winkt ein schöner monetärer Bonus. An Einfachheit ist diese Variante kaum zu überbieten.

Firmenwagen – Besonders in Deutschland legen noch viele wert auf einen Firmenwagen.

Urlaub, Sport, Events – Kleine Dinge, wie ein zusätzlicher Urlaubstag, Sportangebote oder Teilnahmen an Events, können für die richtige Person Wunder wirken.

Freizeit – Mal einen Nachmittag frei machen, um das Fußballspiel zu schauen oder einen Geburtstag zu feiern, motiviert ungemein und kostet das Unternehmen bei richtiger Planung kaum etwas.

Annehmlichkeiten – Ein Fahrservice wie ihn Apple, Facebook und Google anbieten, werden sich wohl nur die wenigsten Unternehmen leisten können. Sie können Ihren Mitarbeitern aber auch mit kleinen Annehmlichkeiten den Arbeitstag versüßen. Dazu gehören zum Beispiel, wie schon oben genannt, kostenlose Getränke, Obst, Mittagessen oder auch eine Spielekonsole im Pausenraum. Die Möglichkeiten sind vielfältig.

Herausfinden was den einzelnen Mitarbeiter motiviert

Kurz und knapp: Nehmen Sie sich Zeit und finden Sie heraus, was Ihre Mitarbeiter wirklich motiviert. Geben Sie demjenigen Geld, der Geld will; geben Sie demjenigen, der mehr Freizeit will, mehr Freizeit und geben Sie demjenigen, der mehr Anerkennung will, mehr Anerkennung. Sie werden sehen, je zugehöriger und verstandener sich Ihre Mitarbeiter fühlen, desto besser ist es für Ihr Unternehmen. Sehen Sie sich für noch mehr Ideen einfach mal die Firmenkulturen der Unternehmen im Silicon Valley an.

Quellen:

https://www.n-tv.de/ratgeber/Fast-kein-Arbeitnehmer-motiviert-article266816.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Innere_K%C3%BCndigung
https://squareup.com/us/en/townsquare/how-to-motivate-your-employees
https://www.forbes.com/sites/brentgleeson/2016/11/30/the-best-ways-to-motivate-employees-and-get-results/#3841c53460dd


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