Verkaufen auf Amazon Teil 1 – Ein paar Fakten

Fast jeder Mensch kennt Amazon. Fast jeder hat schonmal etwas bei Amazon bestellt. Und fast niemand kennt die Möglichkeiten, die Amazon für einen bereithält.

Was ich hier NICHT tun werde, ist dir zu erzählen, wie du mit Affiliate Marketing für Amazon so und so viel Geld im Monat verdienen kannst. Stattdessen möchte ich dir verraten, wie du dir mit Amazon ein lukra­tives und ortsun­ab­hän­giges Volleinkommen aufbauen kannst.

Dies ist der erste Teil meiner Amazon-Reihe, in welcher ich dir erkläre, wie man als Amazon-Verkäufer aus dem Stand heraus verhält­nis­mäßig schnelle Erfolge feiern kann, warum ich mein eigenes Business aktuell fast ausschließlich auf Amazon ausrichte und warum es für dich nicht minder inter­essant ist.

Ein paar Fakten

1994 ursprünglich als Internet-Buchhandlung gegründet, ist das Online-Verkaufshaus heute stärker als je zuvor und hat von den großen Online-Marktplätzen längst die Rolle des Vordenkers und Vorreiters übernommen. Heute gibt es kaum ein Produkt, das man in den virtu­ellen Verkaufsregalen dieser Hydra nicht finden kann. Diese enorme Auswahl in Verbindung mit günstigsten Preisen, der einfachen Bedienung und der profes­sio­nellen Abwicklung gehört zu den wesent­lichen Faktoren, denen Amazon seine heutige Bekanntheit und Beliebtheit zu verdanken hat.

Statistisch betrachtet, beginnen mittler­weile mehr als 40 Prozent aller deutschen Verbraucher eine Produktrecherche bei Amazon. Google wird im Vergleich hierzu lediglich von rund 11 Prozent der Konsumenten genutzt und hängt damit weit hinterher. Tendenz sinkend.

Ein ganz wesent­liches, für uns essen­zi­elles Merkmal des Amazon-Konzepts, besteht in der Öffnung des Marktplatzes für externe Händler. Du, ich und andere E-Commerce-Unternehmer aus aller Welt können ihre Produkte teilweise oder vollständig bei Amazon verkaufen und diese gar von Amazon lagern, verpacken und versenden lassen. Völlig egal wo man sich grade selbst aufhält, solange man Internet hat. Ich schreibe diesen Artikel z. B. grade in Brasilien und beobachte meine Sales online.

Das Ganze basiert dabei natürlich auf einem gegen­sei­tigen Geben und Nehmen. Amazon erreicht seine Sortimentsvielfalt und die günstigen Preise nämlich vor allem durch jene außen­ste­henden Verkäufer, deren Gebühren und Provisionen gleich­zeitig kräftig die Konzernkassen klingeln lassen. Die Händler wiederum profi­tieren von der enormen Bekanntheit, den unglaublich vielen Kunden, dem großen Vertrauen, das Amazon entge­gen­ge­bracht wird und von der einfachen Bedienung der Plattform.

Selbst wenn du erst gestern gestartet bist, kann dein Produkt heute theore­tisch schon von Millionen von  Amazon Kunden gesehen werden, ohne anfänglich viel Geld in Marketing, SEO und Werbung stecken zu müssen.

Amazon-Lager
Amazon-Lager: © Chris Watt

Laut Amazon stehen bei sämtlichen Bestandteilen ihres ausge­klü­gelten Konzeptes immer und ausschließlich die Interessen der Endverbraucher im Vordergrund. Genau diese Verbraucher sind es auch, die sich gar keine Vorstellung von der Komplexität dieses Marktplatzes machen können. Dass sie in vielen Fällen gar nicht bei Amazon selbst einkaufen, wenn sie ein Produkt in den Warenkorb legen, sondern bei einem der mittler­weile rund zwei Millionen externen Händler, die ihre Produkte über die Plattform vertreiben, merken sie dabei gar nicht. Und genau hier wird es für uns inter­essant!

Denn genau diese Vermarktungsstrategie bietet annähernd jedem Händler, unabhängig seiner Größe, seiner Ausrichtung, seiner Produktnische und seiner indivi­du­ellen Zielsetzung, fast unbegrenzte Möglichkeiten, um sich vom schnell wachsenden, dicken, fetten Amazon-Kuchen ein saftiges Stück abzuschneiden.

Aber so einfach das Shoppen für den Verbraucher bei Amazon auch sein mag: Das System, das hinter den Kulissen des Warenhauses unermüdlich auf Hochtouren arbeitet, ist ein ausge­sprochen komplexes und selbst für erfahrene Internetunternehmer nicht so leicht zu durch­schauen.

Die aktuelle Artikelreihe soll sich deshalb genau diesem Thema widmen und sowohl angehenden Online-Händlern als auch Leuten die bereits etwas Amazon-Luft geschnuppert haben, einen extrem tiefen und inten­siven Einblick in die Amazon-Erfolgsstrategien gewähren.

Ich zeige dir ein paar Tricks und Kniffe, von denen du bisher sicher noch nichts gewusst hast und erzähle dir außerdem, wie du selbst in kürzester Zeit mit dem erfolg­reichen Verkauf von Produkten bei Amazon starten kannst. In kompri­mierter und spannender Form beginnen wir fast bei Null und gehen von der ersten Anmeldung über die Einstellung von Artikeln und deren optimaler Präsentation über zum Ziel, deinen Lebensunterhalt auf Amazon zu verdienen.

Darüber hinaus befassen wir uns außerdem mit der Frage, wie sich der Verkauf bei Amazon im Verhältnis zum eigenen Web-Shop und zum Handel auf eBay schlägt und gehen auch offensiv mit der öffent­lichen Kritik an Amazon um.

Höher, schneller, weiter…

Amazon ist vor allem eines: In stetiger Entwicklung und Bewegung. Was 1994 als harmlose Online-Bücherschmökerecke begann, ist längst zu einem der einfluss­reichsten Konzerne der Welt geworden. Google, Facebook, Coca Cola, Amazon! Und immer lautet die zentrale Devise dabei Wachstum. Was sonst?

Hier ein sehr erfri­schendes Interview mit Amazon Gründer Jeff Bezos aus 1999:

Heute beschäftigt Amazon weltweit mehr als 117.000 Mitarbeiter und betreibt rund 100 eigene Logistikzentren, welche für uns übrigens einen ganz beson­deren Zweck erfüllen werden. Aber mehr dazu in Teil 5 der Artikelserie.

Die externen Amazon-Verkäufer allein, konnten über den Marktplatz letztes Jahr mehr als eine Milliarde Artikel verkaufen und der Konzern ist noch weit davon entfernt, an die Grenzen seiner Wachstumsfähigkeit zu stoßen. Ein depri­mie­rendes Veranschauungsbeispiel für die konse­quente Expansion Amazons: Hättest du im Jahr 1997 lediglich 1.000 US-Dollar in Amazon Aktien inves­tiert, dann hätten diese dir bis Ende 2014 ein Vermögen in Höhe von knapp 240.000 US-Dollar beschert.

Amazon Aktie 2014
Amazon Aktie 2014

Aber statt sich Vorwürfe zu machen und zu fragen, warum man damals nicht selbst drauf gekommen ist (ich für meinen Teil war 1997 noch im Stimmbruch und bin Skateboard gefahren), sollte man seinen Blick nach vorne richten und JETZT Initiative ergreifen, damit man sich nicht in einigen Jahren erneut vorwerfen muss, dass man nicht recht­zeitig gehandelt hat.

Damit will ich dich nicht ermutigen, Geld in Amazon-Aktien zu inves­tieren. Stattdessen lege ich dir ans Herz, dich als Online-Händler jetzt konse­quent mit den Chancen und Möglichkeiten zu beschäf­tigen, die dir der Amazon-Marktplatz bietet.

Welche Chancen und Möglichkeiten das genau sind, erfährst du dann in Teil 2.

Work smart, not hard.


Zum Weiterlesen:

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