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Verkaufen auf Amazon Teil 2 – Amazon oder eBay?

Joel Burghardt Von Joel Burghardt
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Letzte Woche habe ich dir in Teil 1 dieser Reihe, einen kleinen Einblick in die imposante Geschichte und das Wirken Amazons gewährt, der noch viele Fragen offen ließ. Heute beginnen wir damit, ein paar davon zu klären.

Wenn du dich entschlie√üt, mit Online Handel deine Br√∂tchen zu verdienen, ist die erste Frage die du dir stellen wirst aller¬≠dings nicht, wie Amazon funktio¬≠niert, sondern ob es √ľberhaupt die Verkaufsplattform deiner Wahl sein sollte?

Amazon oder eBay

Fr√ľher oder sp√§ter muss jeder, der ohne eigene Website ernsthaft mit Online-Handel sein Ding machen will, f√ľr sich die Frage beant¬≠worten, ob das bei Amazon oder bei eBay passieren soll.

Vielleicht m√∂chtest du jetzt einwenden, dass einiges daf√ľr spricht, eine Multi-Channel-Strategie zu verfolgen und auf beide Varianten gleich¬≠zeitig zu setzen. Grunds√§tzlich ist dem auch nichts entge¬≠gen¬≠zu¬≠setzen. Allerdings wirst du dich nicht mit gleicher Intensit√§t und mit gleich viel Engagement um beide Baustellen gleich¬≠zeitig k√ľmmern k√∂nnen. Erst recht nicht um welche, die eine v√∂llig verschiedene Beschaffenheit haben. Du solltest daher also Priorit√§ten setzen und diese auch befolgen.

Im Zuge dieses wichtigen Auswahlprozesses spricht einiges f√ľr Amazon, wie du gleich sehen wirst. Klar, auch eBay ist nat√ľrlich eine Plattform, die Verbraucher auf der ganzen Welt anzieht und faszi¬≠niert. Allerdings spielt hier mehr der Nervenkitzel des Auktionsformates eine Rolle, denn der regul√§re Einkauf auf eBay, wird von den meisten Konsumenten als kompli¬≠zierter wahrge¬≠nommen als bei Amazon. Das liegt vor allem daran, dass es bei eBay zu jedem einzelnen Produkt erschlagend viele Angebotsseiten gibt, durch die man sich k√§mpfen muss.

Stell dir vor, du w√ľrdest dich f√ľr, sagen wir mal, ein Keyboard inter¬≠es¬≠sieren und h√§ttest dich bereits f√ľr einen bestimmten Hersteller und ein Modell entschieden. Bei eBay kommt nun die Aufgabe auf dich zu, zahlreiche Angebote ganz genau unter die Lupe zu nehmen. Die Eingabe von Hersteller und Modell bringt n√§mlich in der Regel viele Ergebnisse mit sich.

Dort entdeckst du neben vielen Neuware-Angeboten auch gebrauchte Produkte in unter¬≠schied¬≠lichem Zustand, B-Ware, defekte Ger√§te oder ganz andere Modelle, die der einzelne Verk√§ufer lediglich mit diesen Keywords einge¬≠stellt hat, um poten¬≠zielle K√§ufer auf sein Angebot zu locken. Hei√üt also: Du brauchst hier verdammt viel Zeit, um das f√ľr dich beste Angebot zu finden. Davon abgesehen gibt es auf eBay auch jede Menge Privatverk√§ufer und auf privat verkaufte Artikel, muss kein Umtauschrecht einge¬≠r√§umt werden. Bist du mit deinem Kauf unzufrieden, hast du in der Regel schlechte Chancen.

Bei Amazon verl√§uft das ganz anders, da es hier zu jedem Artikel nur EINE Produktseite gibt. Hier wird dir in der Regel der g√ľnstigste Anbieter zentral angezeigt und du kannst dich au√üerdem drauf verlassen, dass dir das Produkt schnell und den strengen Amazon-Richtlinien entspre¬≠chend zugestellt wird, wohin¬≠gegen du bei eBay den H√§ndler vor deinem Einkauf selber kritisch √ľberpr√ľfen musst.

Dar√ľber hinaus ist es den Verk√§ufern nicht m√∂glich, einen Artikel einfach nach Lust und Laune zu betiteln, um bei den Suchergebnissen eine Bevorzugung zu ergaunern. Jeder Artikel muss mit einem eigenen Barcode versehen sein, um seine klare Zuordnung gew√§hr¬≠leisten zu k√∂nnen. Aber dazu n√§chste Woche mehr.

Das sind schon ziemlich grund¬≠le¬≠gende Unterschiede in der Aufstellung, die im direkten Vergleich zu eBay, nat√ľrlich gewisse Auswirkungen haben. Von 10.000 befragten Nutzern einer aktuellen Online-Umfrage geben 85,16 Prozent an, sie w√ľrden lieber bei Amazon einkaufen. F√ľr einen ‚ÄěSofort-Kauf‚Äú bei eBay entschieden sich dagegen gerade mal 14,44 Prozent. Wenn du als H√§ndler also vor der Wahl stehst, dich entweder bei Amazon oder bei eBay zu engagieren, dann solltest du nicht lange √ľberlegen m√ľssen.

Amazon in der öffent­lichen Wahrnehmung

Amazon hat in den Augen vieler ein angeknackstes Image. Schon einige Male habe ich mit Leuten wilde Diskussionen dar√ľber f√ľhren m√ľssen, dass ich mit meiner Arbeit ja ‚Äěsolche Konzerne‚Äú unter¬≠st√ľtze. Wie kann ich nur? Und deshalb geh√∂rt dieses Thema f√ľr mich genauso wie alle anderen Aspekte, mit in diese Amazon-Artikelserie.

Gef√ľhlt vergeht kaum eine Woche, in der man in den √∂ffent¬≠lichen Medien nicht mit Schei√üe Richtung Amazon schmei√üt und gewisse Unternehmenspraktiken auf den Pr√ľfstand gestellt werden. Im Februar 2013, ging es dann zwischen¬≠zeitig richtig ab, als die ARD ihre Reportage ‚ÄěAusgeliefert! Leiharbeiter bei Amazon‚Äú erstmalig ausstrahlte.

Dargestellt wurden hier die ‚Äěmenschen¬≠un¬≠w√ľr¬≠digen Zust√§nde‚Äú, unter denen Leiharbeiter in einem deutschen Paketzentrum arbeiten mussten. Ein anderes Beispiel f√ľr die Darstellung von Amazon in der √Ėffentlichkeit sind die zahlreichen Berichte √ľber die von der Gewerkschaft ver.di unter¬≠st√ľtzten Streiks in verschie¬≠denen Amazon-Logistikzentren. Durch die Arbeitsverweigerung soll der Konzern dazu gezwungen werden, seine Mitarbeiter teilweise nach den Tarifen des Einzelhandels und nicht der Logistik-Branche zu bezahlen, was aber nunmal nicht der Arbeit entspricht, die die Mitarbeiter verrichten. Ich kann als Flugzeugtechniker auch nicht verlangen, wie ein Pilot bezahlt zu werden.

Aber wie es bei Skandalnachrichten immer ist, brennen sich gewisse Bilder schnell in den K√∂pfen der Menschen ein und sind schwer wieder zu besei¬≠tigen. Aus jener ARD-Reportage hat man noch Bilder von unter¬≠dr√ľckten Arbeitern ohne Zugang zu Toiletten und unter strenger Bewachung vor Augen, die sich mit den Berichten √ľber immer wieder statt¬≠fin¬≠dende Streiks zu einem drama¬≠ti¬≠schen, kraft¬≠vollen Bild verbinden. Dabei geht es im Fall der ARD-Dokumentation um ein Nicht-Amazon-Paketzentrum, mit dem Amazon seit Bekanntwerden der dortigen Zust√§nde nicht mehr zusam¬≠men¬≠ar¬≠beitet und im Fall der Streiks um eine Auseinandersetzung √ľber die konkrete Bezahlung und keineswegs um Mitarbeiter, die f√ľr eine menschen¬≠w√ľrdige Behandlung k√§mpfen.

Ich kann an dieser Stelle selbst¬≠ver¬≠st√§ndlich nicht allwissend beant¬≠worten, wie sich Amazon konkret gegen√ľber jedem einzelnen Mitarbeiter im In- und Ausland verh√§lt. Was ich aller¬≠dings sagen kann, ist, dass die Nennung des Namens dieses Unternehmens in der √Ėffentlichkeit stets eine gro√üe Aufmerksamkeit erzeugt. Und das ist nicht nur den Redakteuren bekannt, die immer wieder gerne zu einem Bericht √ľber Amazon greifen um ihre Auflage zu pushen, sondern auch den Gewerkschaften, die ihre eigene Popularit√§t durch die, wenn auch negative Verbindung zu Amazon, steigern k√∂nnen.

Es ist nichts anderes als bei Nachrichten √ľber Promis und deren vermeint¬≠lichen Fehltritten. Amazon ist der mit Abstand gr√∂√üte Online-Shop Deutschlands und eine solche Position erzeugt nat√ľrlich jede Menge Aufmerksamkeit. Hier muss sich jeder, ob nun Verbraucher oder H√§ndler, ein eigenes Bild verschaffen und am Ende entscheiden, ob er generelle Einw√§nde gegen Amazon hegt oder nicht. Jedenfalls gibt es auch gen√ľgend Beitr√§ge √ľber gl√ľck¬≠liche und zufriedene Amazon Mitarbeiter bei Youtube zu finden.

Nächste Woche: Crashkurs

Was haben wir also bis jetzt? Wir haben √ľber das imposante Wachstum und die Gesch√§ftst√§tigkeit Amazons gesprochen. Wir sind auf Zahlen und Fakten zur besseren Einsch√§tzung der Marktbedeutung einge¬≠gangen. Wir haben den Marktplatz gegen das Online-Auktionshaus eBay antreten lassen und uns sogar mit der √∂ffent¬≠lichen Kritik an Amazon besch√§ftigt.

Nach dieser infor¬≠ma¬≠tiven und dennoch kompakten Einf√ľhrung sollten wir nun ans Eingemachte gehen: Den Verkauf von Produkten bei Amazon.

Wenn das alles bisher f√ľr dich cool klang und du jetzt Lust drauf hast, mit dieser aufre¬≠genden, spannenden und vor allem aussichts¬≠reichen Verkaufsm√∂glichkeit durch¬≠zu¬≠starten, dann ist der folgende Crash-Kurs genau das Richtige f√ľr dich.

In den kommenden Teilen gehe ich auf die wichtigsten Aspekte des Handels bei Amazon ein, f√ľr die ansonsten wochen¬≠lange Recherche notwendig ist. Der Verkauf von Produkten bei Amazon ist n√§mlich mittler¬≠weile alles andere als einfach, sondern durch haufen¬≠weise M√∂glichkeiten, Optionen und Zusatzfunktionen komplex und anspruchsvoll geworden. Nichts, was nicht zu meistern w√§re, keine Sorge. Aber w√ľrdest du auf die zahlreichen strate¬≠gi¬≠schen Kniffe einfach verzichten, dann w√§rst du mit deinen Angeboten zwar auf dem Amazon-Marktplatz vertreten, aber nur ‚Äědabei sein‚Äú ist nicht immer alles‚Ķ

Im n√§chsten Teil f√ľhre ich dich Schritt f√ľr Schritt durch die aller¬≠erste Anmeldung als Verk√§ufer, erkl√§re dir, wie du Produkte einstellst und den optimalen Preis festlegst.

Sp√§ter behandeln wir au√üerdem, wie du mit deinen Produkten in die begehrte, sogenannte ‚ÄěBuybox‚Äú gelangst und wie du ein perfektes Verk√§uferprofil erstellst. Au√üerdem erl√§utere ich dir, welche Chancen mit dem Versand durch Amazon und mit der Internationalisierung deiner Verk√§ufe verbunden sind, wie dich der Konzern in wichtigen Fragen aktiv unter¬≠st√ľtzt und wodurch sich ein optimaler Aftersale-Service auszeichnet.

Work smart, not hard.

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Joel Burghardt
Joel Burghardt ist ein erfahrener SEO Experte und Gesch√§ftsf√ľhrer der WordPress und SEO Agentur Lightweb Media. Mit seiner Agentur hilft er Unternehmen dabei, ihre Online-Pr√§senz zu verbessern und in Suchmaschinen besser gefunden zu werden. Neben seiner Arbeit als Agenturchef ist Joel Burghardt auch als Vortragender aktiv. Er teilt sein umfangreiches Wissen und seine Erfahrungen zum Thema Marketing regelm√§√üig in Beitr√§gen, Facebookgruppen und Podcasts mit einer breiten √Ėffentlichkeit. Als erfahrener SEO Experte und erfolgreicher Unternehmer, Joel Burghardt ist ein angesehener Experte in seinem Fachgebiet und eine wertvolle Ressource f√ľr uns bei 360kompakt.de.

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