Technologie

Deutschland – weiterhin führend im Maschinenbau?

Redaktion Von Redaktion
Überprüft durch Chris Masi
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Deutschland ist das Land der Ingenieure und weltweit für seine Leistungen im Maschinenbau bekannt. Hat diese Aussage heute noch Gültigkeit oder laufen die deutschen Unternehmen mittlerweile der Konkurrenz aus Fernost oder den USA hinterher?

Die deutsche Wirtschaft gerät seit einigen Jahren immer mehr ins Stocken. Shareholder zögern mit großen Investitionen, Energie wird immer teurer im Land und die Forschung bringt auch nicht mehr die erwarteten Ergebnisse. Wohin bewegt sich der Standort Deutschland und wie ist es um den Ruf des Maschinenbaus bestellt? Nicht alles kann den aktuellen Exportraten oder an vermeintlich perfekten Innovationsindizes abgelesen werden. Den besten Blick in die Zukunft offenbart manchmal die Betrachtung einzelner Unternehmen, die ihre eigenen Antworten auf die Herausforderungen von heute bereithalten.

Breit aufgestellt für eine innovative Zukunft

Es sind deutsche Unternehmen wie Schunk, die zeigen, wohin der Weg des deutschen Maschinenbaus schon jetzt führt. Schon blickt auf eine mehr als 100-jährige Tradition zurück und präsentiert sich heute mit beinahe 10.000 Mitarbeitern als einer der Motoren der deutschen Wirtschaft. Möglich ist das, weil dieses Unternehmen, wie viele anderen auch in Deutschland, früh identifiziert hat, welche Technologien wichtig für den Fortschritt des Landes sind. Die eigene Expertise in der Halbleitertechnologie, in der Luftfahrt, im Bereich der Energiegewinnung oder in der optischen Industrie sind nicht nur der Schlüssel zum eigenen wirtschaftlichen Erfolg, sondern auch eine Motivation und der Antrieb für andere Unternehmen.

Die Forschung und der Fortschritt gelingen nur dann, wenn die besten ihrer Branche ihre Energie und das Wissen bündeln. Deutschland ist nach wie vor führend in einigen der wichtigsten Branchen weltweit und diese Position muss behauptet und ausgebaut werden, dabei dürfen allerdings andere Felder nicht aus den Augen gelassen werden.

Neue Talente bedeuten den Unterschied

Ein Problem, mit dem sich der deutsche Maschinenbau konfrontiert sieht, ist der Mangel an professionellen Arbeitskräften. Das liegt nicht ausschließlich am demografischen Wandel, sondern auch am Umstand, dass etliche deutsche Universitäten und Hochschulen den Anschluss zu vergleichbaren Instituten aus dem Ausland verlieren. Zwar gibt es weiterhin Institute von Weltrang, wie das Fraunhofer-Institut oder die TU München, doch in der Breite muss Deutschland stark ausbauen, um mehr Talente auf höchstem Niveau selbst ausbilden zu können.

Made in Germany – immer noch außergewöhnlich

Hergestellt in Deutschland – bis zum heutigen Tag ist dieser Hinweis auf den Herstellungsort ein besonderes Qualitätsmerkmal. Was aus Deutschland kommt, das wird in der Welt geschätzt. Umso wichtiger ist es, dass sich deutsche Unternehmen erneut auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren, ohne dabei Themen wie die Industrie 4.0 oder das Internet of Things aus den Augen zu lassen.

Unternehmen wie Schunk, die sich breit aufstellen und mit ihren Leistungen Qualität neu definieren, sind der Motor, den die deutsche Industrie braucht. Am Erfindungsgeist und am Willen zur Erneuerung scheitert es garantiert nicht, nun ist allerdings die Politik unter Zugzwang, die dem deutschen Maschinenbau und generell der Industrie zu häufig in den vergangenen Jahren Steine in den Weg gelegt hat.

Deutschland muss als Standort, sowohl, was die Fertigung, die Entwicklung und die Ausbildung betrifft, wieder zur Spitzengruppe gehören. Made in Germany – das hat nur einen Wert, wenn alle beteiligten Akteure in dieselbe Richtung blicken.

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