Finanzen

Interner Datendiebstahl – so können sich Unternehmen wehren!

Petra Göhrig Von Petra Göhrig
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Mehr und mehr Unternehmen in Deutschland sind mittlerweile vollstĂ€ndig digitalisiert, so dass auf Servern und Speichermedien einige sehr wertvolle und vertrauliche Informationen lagern. Diese Daten gilt es zu schĂŒtzen und vor Unbefugten zu sichern. So hat der Datenschutz einen sehr wichtigen Stellenwert fĂŒr viele Firmen und Betriebe. Doch wĂ€hrend sich die meisten ausschließlich vor Bedrohungen von außen durch Hacker, Phishing Mails und Trojaner absichern, können IT-Sicherheitsbeauftragte kaum etwas gegen DatendiebstĂ€hlen aus den eigenen Reihen wehren. Der Datenklau durch Angestellte eines Unternehmens ist strafbar und kann einen immensen wirtschaftlichen Schaden nach sich zu ziehen. Was Unternehmen tun können, um sich vor einem Datenklau durch eigene Mitarbeiter zu schĂŒtzen und wie sie im Ernstfall richtig handeln, erfahren Sie hier.

Fast ein Drittel aller DatendiebstĂ€hle ist Mitarbeitern oder ehemaligen Angestellten zuzuordnen. Viele Unternehmen die unterschĂ€tzen die Gefahr, die aus dem internen Mitarbeiterstab hervorgeht. Dabei ist es trotz IT-Sicherheitssysteme in vielen Betrieben fĂŒr Angestellte kinderleicht in den Besitz sensibler Daten zu kommen. Die Weitergabe ist nicht nur ein Vertragsbruch, sondern auch stellt auch einen Straftatbestand dar. Jedes fĂŒnfte Unternehmen wird statistisch Opfer eines Sicherheitsvorfalls durch eigene Mitarbeiter. In den meisten FĂ€llen sind DiebstĂ€hle von sensiblen Informationen oder gar Betriebsgeheimnissen auf langer Hand geplant und geschehen im Auftrag. Oftmals sind diese DatendiebstĂ€hle sehr unauffĂ€llig und damit kaum nachweisbar. FĂŒr FĂŒhrungskrĂ€fte ist es demnach auch die soziale Kompetenz gefragt, wenn es darum geht, die IntegritĂ€t und LoyalitĂ€t von Mitarbeitern zu prĂŒfen.

Datendiebstahl kann zivil- und strafrechtlich verfolgt werden

Mit einem Datenklau durch einen Mitarbeiter geht nicht nur ein großer Vertrauensbruch einher, sondern auch eine Straftat. Bei einem nachweisbaren Diebstahl seitens eines Angestellten sollten sich Unternehmen sofort rechtliche UnterstĂŒtzung einholen. Die AnwĂ€lte von ra-kotz.de sind auf das Arbeitsrecht spezialisiert und ermöglichen eine zivil- und strafrechtliche Verfolgung bei einem nachweislichen internen Datendiebstahl. Betriebe haben in diesem Fall die Möglichkeit, Mitarbeiter außerordentlich zu kĂŒndigen und auch eine Schadensersatzforderung zu stellen. Zudem können geklaute DatentrĂ€ger durch die HerausgabeansprĂŒche wieder zurĂŒckgeholt werden. Als Straftatbestand eines Datendiebstahls gilt per Gesetzbuch nach § 202a StGB die unberechtigte Beschaffung von magnetisch oder elektronisch gespeicherten Daten. Allerdings handelt es sich nur um eine Straftat, wenn Unternehmen auch nachweisen können, dass diese Daten Unbefugten nicht zugĂ€nglich sind und damit besonderen Sicherheitsauflagen unterliegen.

SicherheitslĂŒcken schließen und Zugang zu wichtigen Daten absichern

Wer den Weg vom Mitarbeiter zur FĂŒhrungskraft geschafft hat, bekommt in den meisten Unternehmen deutlich mehr Kompetenzen und damit auch den Zugang zu sensiblen und wichtigen Daten. Nicht selten handelt es sich demnach um leitende Angestellte, die Kundeninformationen weitergeben und im Auftrag der Konkurrenz handeln. Ein regelmĂ€ĂŸiges MitarbeitergesprĂ€ch mit offener Kommunikation kann helfen, die IntegritĂ€t von Mitarbeitern auf den PrĂŒfstand zu stellen. Schon beim ersten Verdacht sollte das GesprĂ€ch gesucht werden. SicherheitslĂŒcken im System lassen sich am besten schließen, wenn verschiedene DatensĂ€tze nur notwendigen Abteilungen zugĂ€nglich gemacht werden. Umso kleiner die Zahl der Mitarbeiter, die mit verschiedenen Daten im Arbeitsalltag hantiert, desto schneller gelingt es einen Angestellten bei einem Datendiebstahl ausfindig zu machen. Viele moderne digitale Systeme können so eingestellt werden, dass die Autorisierung nach Notwendigkeit erfolgt. Ebenso ist es möglich Log-in-Daten der Mitarbeiter zu ĂŒberprĂŒfen, so dass sich fĂŒr Unternehmen bei einem Sicherheitsvorfall handfeste Beweise finden lassen.

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Petra Göhrig
Petra ist eine renommierte Marketing-Expertin mit langjĂ€hriger Erfahrung in der Branche. Sie hat sich auf die Bereiche digitale Strategieentwicklung, Online-Marketing und Markenkommunikation spezialisiert und ist bekannt fĂŒr ihre innovativen AnsĂ€tze und ihr strategisches Denken. Petra hat ihre Karriere bei fĂŒhrenden Unternehmen im Bereich Marketing und Werbung begonnen und hat sich schnell durch ihre FĂ€higkeiten und ihr Engagement einen Namen gemacht. Sie hat in verschiedenen FĂŒhrungspositionen gearbeitet und hat umfangreiche Erfahrungen in der Entwicklung und Umsetzung von erfolgreichen Marketingstrategien gesammelt.

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