Die 5S-Methode des Kaizen

Kaizen ist eine japanische Arbeits- und Lebensphilosophie, die in den letzten 3 Jahrzehnten das Handeln und Denken in vielen Unternehmen revolutioniert hat. Dabei ist sie nicht nur eine Sammlung von einfachen Prinzipien zum Anwenden im Alltag in fortschrittlichen Unternehmen, sondern auch eine Managementphilosophie, innerhalb der die Mitarbeiter ihre Tätigkeit kritisch hinterfragen sollen, um ihre Arbeitsweise kontinuierlich zu verbessern.

Abgrenzung vom klassischen betrieblichen Vorschlagswesen

Kaizen auf Puzzelteilen
Quelle: Victor Moussa / stock.adobe.com

Der japanische Begriff “Kaizen” setzt sich zusammen aus dem Wort Kai, das so viel wie „Wandel” oder “Veränderung“ bedeutet und dem Wort Zen, das mit dem Ausdruck „zum Besseren“ einhergeht. Mit Kaizen ist in einem Unternehmen demnach eine permanente Verbesserung von Produkten, Verfahren, Abläufen und Tätigkeiten gemeint. Dabei kommt es besonders auf die Einbeziehung der Mitarbeiter und die schnelle Umsetzung der Verbesserungsvorschläge an. Kaizen wird in vielen westlichen Unternehmen mit dem Continuous Improvement Process (CIP) gleichgesetzt, um die Philosophie vom umständlichen bisherigen Vorschlagswesen abzugrenzen, bei dem die Umsetzung zu lange dauert und Erfolge meist ausblieben.

Die 5S-Methode des Kaizen zur Optimierung von Arbeitsplätzen in Verwaltung und Produktion

Die 5S-Methode wurde in der Mitte des 20. Jahrhunderts von dem Japaner Taiichi Ono für den Entwurf eines effektiven Produktionssystems für Toyota entwickelt. Sie ist eine planmäßige Vorgehensweise zur Verbesserung der Arbeitsplatzorganisation und soll in erster Linie Verschwendung minimieren. In Deutschland ist die Methode als 5A-Methode bekannt.

Die 5S-Methode hat zum Ziel, die einzelnen Arbeitsplätze so zu gestalten, dass die Arbeit stets ohne Störungen fortgesetzt werden kann. Dabei sollten weite Transportwege, längeres Suchen und lange Wartezeiten vermieden werden. Das bedeutet, verschwendungsfrei zu arbeiten. Ebenso ist für eine gute Qualitätsarbeit ein ordentliches und sauberes Arbeitsumfeld wichtig.

Die 5 Schritte

5S Bestandteile der Kaitzen Methode
Quelle: Maxim Pavlov / stock.adobe.com

Seiri (Aussortieren):

Alles Unnötige wird aus dem Arbeitsbereich entfernt. Dazu gehören nicht nur unnötige Papiere, sondern auch Regale, Tische und Schränke.

Seiton (Ordnen):

Alle Dinge, die nach dem Aussortieren übrig geblieben sind, werden sortiert und geordnet. Das heißt eine systematische Ordnung der Dinge und Gegenstände wird hergestellt. Darunter fallen zum Beispiel auch Schreibtische und Rollcontainer. Für jeden Gegenstand sollte es einen bestimmten festgelegten Platz geben.

Seiso (Säubern):

Der Arbeitsplatz sollte stets saubergehalten werden. Dazu gehört, dass alle Mitarbeiter sowohl ihren Arbeitsplatz als auch ihre Arbeitsutensilien selbst säubern. Treten dabei Mängel auf, sollten diese erkannt, vermerkt und stetig verbessert werden.

Seiketsu (Standardisieren):

Jeder Mitarbeiter muss für seinen Arbeitsbereich eigene 5S-Standards aufstellen, wie beispielsweise definierte Kennzeichnungen, Markierungen, Stell- und Ablageplätze und eigene Systeme, um einen reibungsfreien Arbeitsablauf zu gewährleisten.

Shitsuke (Selbstdisziplin):

Selbstdisziplin und die ständige Verbesserung der eigenen Standards.

Laufen Sie mit offenen Augen durch Ihr Unternehmen

Gibt es eventuell in Ihrem Unternehmen eingefahrene Abläufe mit chaotischem Verlauf oder längere Wartezeiten, die nicht sein müssten? Gibt es in Ihrem Unternehmen Verbesserungspotenzial? Chaos und Unordnung führen zu längeren Wegezeiten und zu höheren Kosten. Am Ende beeinflussen sie die Motivation der Mitarbeiter und womöglich die Zufriedenheit Ihrer Kunden. Versuchen Sie es mit der 5S-Methode, um Verbesserungen herbeizuführen.

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