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Digitalisierung – neue Zeiten auch f├╝r Manager

Digitalisierung ist wohl nicht nur ein wesentlicher Begriff in der heutigen Zeit, Digitalisierung und die digitale Transformation kann mit Sicherheit und ohne ├ťbertreibung als der weitreichendste Umbruch der Menschheitsgeschichte seit der industriellen Revolution im 18. Jahrhundert bezeichnet werden. Trotzdem wird der Begriff ÔÇ×DigitalisierungÔÇť vielerorts nicht richtig interpretiert oder zumindest in seiner Reichweite nicht in vollem Umfang erfasst.

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Was ist Digitalisierung wirklich

Computer, Internet, Breitband, Spracherkennung oder k├╝nstliche Intelligenz sind immer noch Begriffe, welche f├╝r viele Menschen nach wie vor mit Digitalisierung gleichgesetzt werden. Wenn sich eine Schule oder ein Unternehmen mit moderner IT ÔÇô Technologie ausstattet, bedeutet das noch lange nicht den hei├č ersehnten gro├čen Schritt in Richtung digitaler Transformation. IT ÔÇô Technologie ist blo├č die Voraussetzung f├╝r digitale Transformation. Die wesentlichen Schritte und Ma├čnahmen hin zu einer digital transformierten Organisation sind damit noch nicht getan. Vielmehr k├Ânnen Digitalisierungsschritte auch ganz ohne Investitionen in Technologie begonnen werden, denn es geht hier zuallererst um Transformation von Organisationsformen, Prozessen und Denkweisen. Was ist also als N├Ąchstes zu tun?

Organisation und Prozesse

Neue und moderne Systeme im Unternehmen und anderen Organisationen schaffen die M├Âglichkeit, dass Informationen in Echtzeit theoretisch allen Mitarbeitern, aber auch Lieferanten, Kunden und sonstigen Stakeholdern zur Verf├╝gung gestellt werden k├Ânnen. Dies erm├Âglicht wesentliche Effizienzsteigerungen und Gewinne bei Flexibilit├Ąt und Transparenz. Es ist unbestritten, dass die daf├╝r notwendige Technologie und Software bereits seit l├Ąngerem am Markt zur Verf├╝gung stehen. Viele Unternehmen verf├╝gen auch bereits seit geraumer Zeit ├╝ber die notwendigen technischen Voraussetzungen. Um nun wirklich die fehlenden Schritte zur digitalen Transformation zu gehen, muss man mutig und vorausblickend auch die Arbeitsweise innerhalb der Organisation analysieren und anpassen.

Neu gegr├╝ndete Start-ups tun sich hier naturgem├Ą├č leichter, da hier nicht schon Jahrzehnte alte traditionelle Unternehmenskulturen ver├Ąndert werden m├╝ssen. Gro├čunternehmen mit entsprechenden Strategieabteilungen haben dies oft sehr fr├╝h erkannt und verf├╝gen meist ├╝ber entsprechende Mittel, sich hier auch von professionellen Organisationsentwicklern beraten zu lassen. Aber auch kleinere oder mittlere Unternehmen k├Ânnen auf gewisse Vorteile bauen. Diese Klein- und Mittelbetriebe verf├╝gen ohnehin meist schon jetzt ├╝ber flexiblere und durchl├Ąssigere Organisationsstrukturen, da Abteilungen und Bereiche nicht so scharf voneinander abgegrenzt sind. In einem Unternehmen mit zweihundert Mitarbeitern kennt man sich, in einem Konzern mit tausenden von Mitarbeitern sieht die Sache schon anders aus. Aber zun├Ąchst zur Unternehmenskultur.

Culture eats strategy for breakfast (Peter Drucker)

Einer der legend├Ąrsten Zitate des aus ├ľsterreich stammenden ├ľkonomen Peter Drucker ist: ÔÇ×Culture eats strategy for breakfastÔÇ×. Obwohl dieses Zitat lange vor der hei├čen Phase der digitalen Transformation gepr├Ągt wurde ÔÇô Peter Drucker starb im Jahr 2005 ÔÇô nimmt es die wesentliche Herausforderung traditioneller Gro├čunternehmen in Bezug auf die Digitalisierung vorweg. Es ist oft ein harter und steiniger Weg f├╝r fast alle Organisationen, den Anschluss an Startups, welche die neuen Organisationsformen quasi mit der Muttermilch aufgesogen haben, nicht zu verlieren. Wer die Vorteile neuer Organisationsformen und Arbeitsweisen nicht schnell genug n├╝tzt, l├Ąuft Gefahr, rasch den Anschluss zu verlieren.

Auf der anderen Seite ist es aber f├╝r Firmen, welche jeden Euro zweimal umdrehen m├╝ssen, zusehends leichter geworden, in neue M├Ąrkte einzusteigen. In Zeiten von Cloud Services und ma├čgeschneiderten erschwinglichen L├Âsungen f├╝r verschiedene Unternehmensbereiche, ist die finanzielle H├╝rde, bei Hard- und Software top ausgestattet zu sein eine viel kleinere, als in fr├╝heren Zeiten. Ohne seiner Organisation jedoch das geeignete Fachwissen zur Verf├╝gung zu stellen, ist jeder noch so intensiv herbei gew├╝nschter Kulturwandel vom Scheitern bedroht. Genau hier setzen Unternehmen wie Haufe an, welche Themengebiete wie Beratung, Software, Fortbildung und Informationsbereitstellung aus diversen betriebswirtschaftlichen Fachrichtungen bereitstellen.

Diese Elemente sind das entscheidende Bindeglied zwischen gut und ehrlich gemeinter Strategie auf der einen, und Umsetzung der Digitalisierungsstrategie durch Anpassung der Unternehmenskultur auf der anderen Seite. Das Angebot von Dienstleistern unterstreicht, dass unternehmerischer Kulturwandel an allen Aspekten der Organisation ansetzen muss. Es sind hier nicht nur die Fachabteilungen der Firmen gefordert, vor allem die unternehmens├╝bergreifenden Querschnittfunktionen wie Buchhaltung, Controlling, Recht, Vertragsgestaltung und Human Resouces m├╝ssen hier vorangehen.

Manager am lachen

Und das Management?

Das Management muss auch lernen, mit flacheren Hierarchien der Zukunft umzugehen. Auch die Gehaltsstruktur der Unternehmen wird um einen Wandel nicht herumkommen. Vielleicht liegt hier einer der kritischsten Aspekte der Transformation geradezu versteckt. War es in gr├Â├čeren Organisationen bisher eine Selbstverst├Ąndlichkeit, dass mit aufsteigender F├╝hrungsverantwortung immer h├Âheres Prestige und damit steigendes Gehalt verbunden war, muss diese Logik in Zukunft ├╝berwunden werden. F├╝hrung ist nur eine Aufgabe von vielen innerhalb des Unternehmens, die gleichwertig, und damit auch finanziell auf Augenh├Âhe mit Expertenpositionen gesehen werden muss.

Die Top-Expertin kann viel kritischer f├╝r den zuk├╝nftigen Erfolg des Unternehmens sein als ein Teil der F├╝hrungsmannschaft. Will man solche Experten anlocken und vor allem als solche behalten und an das Unternehmen binden, muss man jenen auch mehr bieten. Schon heute ist es in vielen erfolgreichen Unternehmen kein Naturgesetz mehr, dass wichtiges gut ausgebildetes Fachpersonal am Monatsende mehr ├╝berwiesen bekommt als der eigene Chef. Es ist daher selbsterkl├Ąrend, dass eine erfolgversprechende Digitalisierungsstrategie an der Unternehmensspitze beginnen muss.