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Anschlussfinanzierung – Eine Chance, die Zinskosten zu senken

Redaktion Von Redaktion
Überprüft durch Pia von Beren
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Eine Anschlussfinanzierung ist erforderlich, sobald die vereinbarte Zinsbindung eines Immobilienkredits ausläuft und noch eine Restschuld besteht. Für viele Kreditnehmer ist dieser Zeitpunkt besonders wichtig, weil sich hier entscheidet, wie hoch die monatliche Belastung in den kommenden Jahren ausfällt.

Kreditnehmer haben grundsätzlich die Möglichkeit, die Anschlussfinanzierung bei derselben Bank fortzuführen oder zu einer anderen Bank zu wechseln. Ein solcher Wechsel kann mit überschaubaren Kosten verbunden sein, bietet aber häufig die Chance, bei den Anschlussfinanzierungszinsen deutlich zu sparen. Entscheidend ist, die Angebote frühzeitig zu vergleichen und nicht erst kurz vor Ablauf der Zinsbindung zu reagieren.

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Das Wichtigste zur Anschlussfinanzierung in Kürze

  • Eine Anschlussfinanzierung wird nötig, wenn die Zinsbindung endet und der Immobilienkredit noch nicht vollständig zurückgezahlt ist.
  • Ein Vergleich lohnt sich fast immer, denn schon kleine Zinsunterschiede können bei hohen Restschulden mehrere Tausend Euro ausmachen.
  • Die Planung sollte früh beginnen, idealerweise zwölf bis 36 Monate vor Ablauf der aktuellen Zinsbindung.
  • Kreditnehmer können zwischen Prolongation, Umschuldung, Aufstockung und Forward-Darlehen wählen.
  • Neben dem Zinssatz sind auch Tilgung, Sondertilgungen, Laufzeit, Flexibilität und Nebenkosten wichtig.

Wieso gibt es Anschlussfinanzierungen?

Anschlussfinanzierungen existieren, um bei langen Kreditlaufzeiten und hohen Kreditsummen eine Anpassung der Ratenzahlungen an Veränderungen des Marktes zu ermöglichen. Die Entwicklung der Zinsen ist langfristig ungewiss. Deshalb wird bei vielen Immobilienfinanzierungen nicht für die gesamte Laufzeit ein fester Zinssatz vereinbart, sondern nur für einen bestimmten Zeitraum.

Läuft diese Zinsbindung aus, ist der Kredit in vielen Fällen noch nicht vollständig abbezahlt. Die verbleibende Restschuld muss dann weiterfinanziert werden. Genau an dieser Stelle kommt die Anschlussfinanzierung ins Spiel. Sie sorgt dafür, dass der Kredit nahtlos weiterläuft und neue Konditionen für die nächste Finanzierungsphase vereinbart werden.

Aufgrund ihrer Eigenschaften – Anwendung bei langen Kreditlaufzeiten und hohen Kreditsummen – gibt es eine Anschlussfinanzierung in der Regel bei der Finanzierung von Immobilien. In seltenen Fällen werden auch Autokredite oder andere größere Finanzierungen mit Anschlussfinanzierungen geplant. Besonders relevant ist das Thema jedoch für Hauskäufer, Wohnungskäufer und Bauherren.

Warum der Zeitpunkt so wichtig ist

Viele Kreditnehmer beschäftigen sich erst mit der Anschlussfinanzierung, wenn die Bank ein neues Angebot zusendet. Das ist zwar bequem, aber nicht immer die beste Strategie. Wer zu spät vergleicht, hat weniger Zeit für Verhandlungen, weniger Auswahl und steht unter Entscheidungsdruck.

Je früher Sie sich mit dem Thema befassen, desto besser können Sie einschätzen, ob eine Prolongation bei der bisherigen Bank, eine Umschuldung oder ein Forward-Darlehen sinnvoll ist. Gerade bei großen Restschulden können bereits wenige Zehntelprozentpunkte beim Zinssatz erhebliche Auswirkungen auf die Gesamtkosten haben.

Tipps zur Optimierung der Ratenzahlungen

Wer mittels einer Anschlussfinanzierung seine Ratenzahlungen senken möchte, ist mit einer frühzeitigen Planung gut beraten. Diese Planung besteht aus einem Vergleich der Angebote verschiedener Banken und sollte möglichst schon zwölf Monate vor Ablauf der Festzinsbindung des bisherigen Kredits beginnen.

Noch besser ist es, den Zinsmarkt bereits zwei bis drei Jahre vor Ende der Zinsbindung im Blick zu behalten. So können Sie bei günstigen Konditionen rechtzeitig reagieren und sich diese gegebenenfalls über ein Forward-Darlehen sichern.

Ausschlaggebend sind zudem der richtige Zeitpunkt für einen Bankenwechsel sowie die Kosten eines solchen Wechsels. Dazu zählen unter anderem Gebühren für die Abtretung oder Neueintragung der Grundschuld, mögliche Notar- und Grundbuchkosten sowie der organisatorische Aufwand.

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Beispiel: Warum sich ein Zinsvergleich lohnen kann

Angenommen, es besteht zum Ende der Zinsbindung noch eine Restschuld von 200.000 Euro. Ein Angebot liegt bei 4,0 Prozent effektivem Jahreszins, ein anderes bei 3,6 Prozent. Der Unterschied wirkt auf den ersten Blick gering. Bei einer hohen Darlehenssumme kann daraus jedoch über mehrere Jahre ein spürbarer Kostenunterschied entstehen.

Restschuld Angebot A Angebot B Zinsunterschied
200.000 Euro 4,0 % 3,6 % 0,4 Prozentpunkte
Jährliche Zinsbelastung im ersten Jahr 8.000 Euro 7.200 Euro 800 Euro weniger
Über zehn Jahre betrachtet abhängig von Tilgung und Restschuld abhängig von Tilgung und Restschuld mehrere Tausend Euro möglich

Dieses Beispiel zeigt: Bei einer Anschlussfinanzierung kommt es nicht nur auf die monatliche Rate an. Entscheidend ist, wie viel Zinsen über die gesamte neue Zinsbindung gezahlt werden und wie schnell die Restschuld sinkt.

Wie viele Anschlussfinanzierungen sind notwendig?

Die Menge an Anschlussfinanzierungen variiert mit den Rahmenbedingungen einer Kreditaufnahme. Üblich sind Festzinsbindungen mit einer Dauer von 5, 10 oder 15 Jahren, woraufhin stets eine Anschlussfinanzierung erforderlich sein kann, sofern noch eine Restschuld besteht.

Diese Rechnung hätte zur Folge, dass bei einem Baukredit mit einer Tilgungsdauer von 30 bis 50 Jahren insgesamt zwei, drei oder sogar mehr Anschlussfinanzierungen anstünden. In der Praxis hängt die Anzahl aber stark davon ab, wie hoch die anfängliche Tilgung gewählt wurde und ob zusätzliche Rückzahlungen erfolgen.

Allerdings haben Kreditnehmer mehrere Möglichkeiten, die Laufzeit von Krediten zu verkürzen und somit die Menge an Anschlussfinanzierungen zu reduzieren:

  • Sondertilgungen: Zahlungen zur Tilgung, die über die planmäßigen monatlichen Tilgungsraten hinausgehen.
  • Erbschaften: Hohe Einmalzahlungen geben die Chance, den Kredit oder einen Großteil des Kredits abzubezahlen.
  • Gehaltserhöhungen und geringere Ausgaben: Diese beiden Faktoren ermöglichen eine Erhöhung der monatlichen Tilgungsrate.
  • Tilgungssatzwechsel: Einige Kreditverträge erlauben es, die Tilgung während der Laufzeit anzupassen.
  • Bonuszahlungen oder Verkauf anderer Vermögenswerte: Auch zusätzliche Einnahmen können genutzt werden, um die Restschuld schneller zu senken.

Weil sich die Kreditlaufzeiten durch eine dieser Maßnahmen häufig verkürzen, ist meistens über die komplette Dauer der Kreditlaufzeit nur eine Anschlussfinanzierung notwendig. Exakt aus diesem Grund ist es für Kostenersparnisse essenziell, bei einer Anschlussfinanzierung gut zu planen und zwischen den Bankangeboten zu vergleichen.

Durchführung einer Anschlussfinanzierung

Die Anschlussfinanzierung ist im Gegensatz zu weitläufigen Behauptungen auch für Bausparer eine Option. Verträge mit Bausparkassen weisen häufig die Besonderheit auf, dass bestimmte Konditionen für einen längeren Zeitraum festgelegt sind. Dennoch kann es Situationen geben, in denen eine Umschuldung oder eine alternative Finanzierung wirtschaftlich interessanter ist.

Fallen einem Bausparer günstigere Zinskonditionen bei einer Bank auf, so kann eine neue Kreditaufnahme unter Umständen dazu genutzt werden, bestehende Verbindlichkeiten abzulösen. Ob dies sinnvoll ist, hängt von den Vertragsbedingungen, den Restkosten, möglichen Gebühren und dem Zinsvorteil ab.

Bei einer Finanzierung über Banken existieren folgende 4 Wege zur Durchführung einer Anschlussfinanzierung:

Prolongation

Verbleibt das Darlehen bei der aktuellen Bank und es werden neue Zinsvereinbarungen geschlossen, spricht man von einer Prolongation. Diese Vorgehensweise wird dann gewählt, wenn die Zinsvorteile bei der aktuellen Bank liegen oder die Kosten eines Bankenwechsels die Zinsvorteile anderer Banken übersteigen.

Der große Vorteil der Prolongation liegt im geringen Aufwand. Die Bank kennt bereits Ihre Immobilie, Ihre Bonität und die bisherige Finanzierung. Dadurch kann der Prozess vergleichsweise unkompliziert ablaufen. Allerdings sollten Sie das erste Angebot Ihrer bisherigen Bank nicht ungeprüft annehmen. Auch bei einer Prolongation ist Verhandlungsspielraum möglich.

Umschuldung

Die Umschuldung sieht eine Finanzierung bei einer neuen Bank vor. Davon wird Gebrauch gemacht, wenn die neue Bank günstigere Zinskonditionen als die bisherige Bank anbietet und die Zinsvorteile die Kosten der Umschuldung übertreffen.

Eine Umschuldung ist besonders interessant, wenn zwischen den Angeboten deutliche Zinsunterschiede bestehen. Zusätzlich kann sie sinnvoll sein, wenn die neue Bank bessere Bedingungen bei Sondertilgungen, Tilgungssatzwechseln oder Laufzeiten bietet. Wichtig ist jedoch, die Nebenkosten realistisch einzubeziehen.

Aufstockung

Eine Anschlussfinanzierung mit Aufstockung kann sowohl bei der aktuellen als auch einer neuen Bank erfolgen. Sie wird genutzt, wenn neues Geld benötigt wird. Dementsprechend fällt die Kreditsumme höher als die Restschuld aus.

Wer seine Anschlussfinanzierung aufstocken möchte, sollte einen Grund dafür an der Immobilie vorzuweisen haben. Angemessene Gründe sind Renovierungs-, Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen. Dazu gehören beispielsweise eine neue Heizung, eine energetische Sanierung, ein neues Dach, neue Fenster, ein Anbau oder die Modernisierung von Bad und Küche.

Die Bank prüft bei einer Aufstockung in der Regel besonders genau, ob der Immobilienwert, das Einkommen und die monatliche Belastbarkeit zusammenpassen. Deshalb sollten Eigentümer vorab eine realistische Kostenaufstellung erstellen und nicht nur die reinen Baukosten, sondern auch Reserven für unvorhergesehene Ausgaben einplanen.

Forward-Darlehen

Das Forward-Darlehen ermöglicht Ihnen – ganz im Sinne seiner Bezeichnung – eine Zusicherung bestimmter Zinsen mehrere Jahre im Voraus. Sollten Sie ein Forward-Darlehen unterschreiben und sich die Zinsen im Laufe der nächsten Jahre erhöhen, profitieren Sie vom vorab zugesicherten Zinssatz.

Diese Regelung trifft ebenso auf sinkende Zinsen nach Abschluss des Forward-Darlehens zu. Sollten die Marktzinsen sinken und Sie vorab ein Forward-Darlehen für höhere Zinsen unterschrieben haben, dann müssen Sie das Forward-Darlehen dennoch annehmen. Deshalb eignet sich diese Variante vor allem für Kreditnehmer, die Planungssicherheit höher bewerten als die Chance auf weiter sinkende Zinsen.

Eine Gestaltung der Anschlussfinanzierung durch das Forward-Darlehen ist besonders dann interessant, wenn steigende Zinsen erwartet werden oder wenn Kreditnehmer ihre künftige Rate frühzeitig fest kalkulieren möchten. Das gibt Sicherheit, kann aber auch etwas teurer sein als ein klassisches Anschlussdarlehen zum späteren Zeitpunkt.

Mit der Aufnahme eines Forward-Darlehens ist häufig ein sogenannter „Forward-Aufschlag“ verbunden. Bei diesem Aufschlag zahlen Kreditnehmer für die Zinssicherheit im Voraus einen Zinsaufschlag. Je länger die Vorlaufzeit bis zum Beginn des neuen Darlehens ist, desto stärker kann sich dieser Aufschlag bemerkbar machen.

Prolongation, Umschuldung, Aufstockung und Forward-Darlehen im Vergleich

Variante Geeignet für Vorteile Nachteile
Prolongation Kreditnehmer, die bei ihrer bisherigen Bank bleiben möchten Wenig Aufwand, schnelle Abwicklung, keine umfangreiche Neubewertung Nicht immer das günstigste Angebot
Umschuldung Kreditnehmer, die bessere Konditionen bei einer anderen Bank finden Oft günstigerer Zinssatz, neue Vertragsbedingungen möglich Mehr Aufwand, mögliche Notar- und Grundbuchkosten
Aufstockung Eigentümer mit zusätzlichem Finanzierungsbedarf Modernisierung und Restschuld können kombiniert werden Höhere Darlehenssumme und strengere Prüfung
Forward-Darlehen Kreditnehmer, die sich frühzeitig Zinsen sichern möchten Hohe Planungssicherheit, Schutz vor steigenden Zinsen Bindung an den Vertrag, möglicher Zinsaufschlag

Der Weg zu einer lukrativen Anschlussfinanzierung

Um bei einer Anschlussfinanzierung die größtmöglichen Ersparnisse zu realisieren, sind folgende Komponenten in die Abwägungen über die Art und Weise der Durchführung einer Anschlussfinanzierung mit einzubeziehen:

  • Persönliche Situation.
  • Zustand der Immobilie und möglicher Modernisierungsbedarf.
  • Zeitpunkt der Anschlussfinanzierung.
  • Vergleich der Bankenangebote.
  • Entwicklung der Zinsen und Zinspolitik.
  • Höhe der Restschuld.
  • Gewünschte monatliche Rate.
  • Mögliche Sondertilgungen.
  • Geplante Dauer bis zur vollständigen Entschuldung.

Diese Aspekte müssen nicht nur in die Abwägungen über die richtige Durchführung einer Anschlussfinanzierung einbezogen werden. Mit diesen Aspekten muss auch gerechnet werden, um das Kosten-Nutzen-Verhältnis einer Entscheidung abzuwägen.

Wichtig ist dabei, nicht nur auf den niedrigsten Zinssatz zu achten. Eine Anschlussfinanzierung sollte zu Ihrer Lebensplanung passen. Wer beispielsweise in den kommenden Jahren mit höheren Einnahmen rechnet, kann eine höhere Tilgung oder flexible Sondertilgungen vereinbaren. Wer dagegen Wert auf Sicherheit legt, sollte auf eine gut tragbare Rate und eine lange Zinsbindung achten.

Tipps zur Finanzierung sollten Sie sich stets von unabhängigen Experten holen. Lassen Sie sich entsprechend beraten, um Ihre Finanzierung erfolgreich zu meistern.

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Diese Unterlagen benötigen Sie für die Anschlussfinanzierung

Damit Banken ein verbindliches Angebot erstellen können, benötigen sie verschiedene Unterlagen zur bestehenden Finanzierung, zur Immobilie und zu Ihrer finanziellen Situation. Wer diese Dokumente frühzeitig vorbereitet, beschleunigt den gesamten Prozess deutlich.

Unterlage Warum sie wichtig ist
Aktueller Darlehensvertrag Zeigt Zinsbindung, Restlaufzeit, Sondertilgungsrechte und bestehende Konditionen.
Restschuldmitteilung Gibt Auskunft über die voraussichtliche Restschuld zum Ablauf der Zinsbindung.
Grundbuchauszug Belegt Eigentumsverhältnisse und eingetragene Grundschulden.
Einkommensnachweise Die Bank prüft damit die Tragbarkeit der künftigen Rate.
Nachweise zu Eigenmitteln Wichtig, wenn zusätzlich getilgt oder modernisiert werden soll.
Objektunterlagen Dazu gehören Wohnfläche, Baujahr, Lage, Modernisierungen und ggf. Fotos.

Typische Fehler bei der Anschlussfinanzierung

Eine Anschlussfinanzierung wirkt zunächst wie eine reine Formalität. In Wirklichkeit kann sie jedoch erhebliche finanzielle Auswirkungen haben. Die folgenden Fehler sollten Kreditnehmer unbedingt vermeiden:

  • Zu spät vergleichen: Wer erst kurz vor Ablauf der Zinsbindung handelt, hat weniger Verhandlungsspielraum.
  • Nur die Hausbank fragen: Das Angebot der bisherigen Bank ist bequem, aber nicht automatisch das beste.
  • Nur auf den Zinssatz achten: Sondertilgungen, Tilgungswechsel und Laufzeit sind ebenfalls wichtig.
  • Zu niedrige Tilgung wählen: Eine niedrige Rate wirkt attraktiv, verlängert aber die Entschuldung.
  • Nebenkosten vergessen: Bei einer Umschuldung können zusätzliche Kosten entstehen.
  • Modernisierung nicht einplanen: Wer ohnehin sanieren möchte, sollte eine mögliche Aufstockung prüfen.
  • Rate zu knapp kalkulieren: Die Monatsrate sollte auch bei unerwarteten Ausgaben tragbar bleiben.

Checkliste: So bereiten Sie Ihre Anschlussfinanzierung vor

  • Prüfen Sie, wann Ihre aktuelle Zinsbindung endet.
  • Fordern Sie eine aktuelle Restschuldmitteilung bei Ihrer Bank an.
  • Überlegen Sie, welche monatliche Rate langfristig tragbar ist.
  • Entscheiden Sie, ob Sondertilgungen wichtig für Sie sind.
  • Prüfen Sie, ob Modernisierungen oder Renovierungen anstehen.
  • Vergleichen Sie mehrere Angebote von Banken und Vermittlern.
  • Berechnen Sie nicht nur die Monatsrate, sondern auch die Gesamtkosten.
  • Beziehen Sie mögliche Umschuldungskosten in den Vergleich ein.
  • Verhandeln Sie mit Ihrer bisherigen Bank nach, wenn Konkurrenzangebote günstiger sind.
  • Treffen Sie die Entscheidung nicht unter Zeitdruck.

Welche Zinsbindung ist bei der Anschlussfinanzierung sinnvoll?

Die passende Zinsbindung hängt stark von Ihrer persönlichen Situation und Ihrer Einschätzung des Zinsmarktes ab. Eine kurze Zinsbindung kann interessant sein, wenn Sie mit sinkenden Zinsen rechnen oder die Restschuld bald vollständig zurückzahlen möchten. Eine lange Zinsbindung bietet dagegen mehr Sicherheit und schützt vor steigenden Zinsen.

Für viele Kreditnehmer ist nicht der absolut niedrigste Zinssatz entscheidend, sondern eine gute Mischung aus Sicherheit, Flexibilität und bezahlbarer Rate. Wer ruhig schlafen möchte, wählt häufig eine längere Zinsbindung. Wer finanziell sehr flexibel ist, kann kürzere Laufzeiten und höhere Tilgungen in Betracht ziehen.

FAQ zur Anschlussfinanzierung

Wann sollte ich mich um eine Anschlussfinanzierung kümmern?

Idealerweise beginnen Sie spätestens zwölf Monate vor Ablauf der Zinsbindung mit dem Vergleich. Wer den Markt schon früher beobachtet, kann günstige Zeitpunkte besser erkennen und gegebenenfalls ein Forward-Darlehen prüfen.

Muss ich bei meiner bisherigen Bank bleiben?

Nein. Sie können bei Ihrer bisherigen Bank bleiben oder zu einer anderen Bank wechseln. Entscheidend ist, welches Angebot nach Berücksichtigung von Zinsen, Kosten, Flexibilität und Aufwand insgesamt besser ist.

Ist eine Umschuldung immer günstiger?

Nicht unbedingt. Eine Umschuldung lohnt sich nur, wenn der Zinsvorteil die möglichen Wechselkosten und den zusätzlichen Aufwand übersteigt. Deshalb sollten Angebote immer vollständig verglichen werden.

Kann ich bei der Anschlussfinanzierung mehr Geld aufnehmen?

Ja, das ist im Rahmen einer Aufstockung möglich. Das zusätzliche Geld wird häufig für Sanierungen, Renovierungen oder Modernisierungen verwendet. Die Bank prüft dabei erneut Einkommen, Immobilienwert und Belastbarkeit.

Was ist wichtiger: niedriger Zinssatz oder hohe Tilgung?

Beides ist wichtig. Ein niedriger Zinssatz reduziert die Kosten, eine höhere Tilgung senkt die Restschuld schneller. Die beste Lösung ist eine Rate, die dauerhaft tragbar ist und gleichzeitig eine zügige Entschuldung ermöglicht.

Kann ich meine monatliche Rate bei der Anschlussfinanzierung senken?

Ja, das ist möglich, wenn die Bank entsprechende Konditionen anbietet. Allerdings verlängert eine niedrigere Rate häufig die Gesamtlaufzeit. Deshalb sollte geprüft werden, ob die kurzfristige Entlastung langfristig höhere Gesamtkosten verursacht.

Fazit: Eine gute Anschlussfinanzierung spart langfristig Geld

Die Anschlussfinanzierung ist weit mehr als eine einfache Verlängerung eines bestehenden Kredits. Sie ist eine wichtige Gelegenheit, die eigene Immobilienfinanzierung neu auszurichten, Kosten zu senken und die monatliche Belastung an die aktuelle Lebenssituation anzupassen.

Wer frühzeitig plant, mehrere Angebote vergleicht und nicht nur auf den Zinssatz schaut, kann seine Finanzierung deutlich verbessern. Besonders wichtig sind eine realistische Monatsrate, flexible Tilgungsmöglichkeiten und eine Zinsbindung, die zur eigenen Risikobereitschaft passt.

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