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Motivation bei der Ausbildung – 10 hilfreiche Tipps, um Azubis zu motivieren

Es ist nicht immer einfach, junge Menschen zu motivieren. Auch Ausbildungsverantwortliche und Ausbilder mĂŒssen das erst erlernen, um in ihrem Job erfolgreich zu sein. Dabei spielen klassische Motivationsfaktoren keine wirklich große Rolle. Es sind spezielle Dinge, auf die Sie wĂ€hrend der Ausbildung achten sollten, um bei der jungen Generation punkten zu können. 

Wenn Sie fĂŒr die Motivation Ihrer Azubis Themen wie Sicherheit und Geld in den Vordergrund bringen, werden sie nur auf die Ergebnisse der PrĂŒfungen und die Karrierefaktoren beschrĂ€nkt sein. Um Motivation bei der Ausbildung und im Alltag zu fördern, mĂŒssen Sie also auch andere Faktoren in den Mittelpunkt bringen. 

Offenheit

Sie mĂŒssen Ihre Azubis aufmuntern, ĂŒber Motivation zu reden. Das Arbeitsumfeld und die TĂ€tigkeiten können die Motivation der Jugendlichen bei der Ausbildung sehr beeinflussen. Die Aufgabe eines Auszubildenden ist es herauszufinden, ob und wie man die Arbeit in verschiedenen Abteilungen verbessern kann. Neue Ideen und VorschlĂ€ge sind immer willkommen. Die Azubis sollten diese immer offen sagen. 

Es ist auch sehr wichtig, dass Sie Ihre Azubis dazu ermutigen, Kritik zu Ă€ußern. Auch wenn es nicht immer leicht sein wird, versuchen Sie die Motivation bei allen Azubis hochzuhalten. Da die Ausbildungsinhalte verschiedene TĂ€tigkeiten verbinden, sind einige Abteile der Ausbildung beliebter als andere. Konstruktive VorschlĂ€ge, Engagement und KreativitĂ€t der Azubis können Ihnen dabei helfen, die verschiedenen Faktoren der Motivation in weniger beliebten Abteilen zu stĂŒtzen.

Transparenz

Den GemĂŒtsstand offen zeigen, ist eine weitere Möglichkeit die Motivation Ihrer Auszubildenden zu steigern. Eine Magnettafel ist dazu sehr gut geeignet. Die Azubis oder/und die Mitarbeiter können hier markieren, wie schlecht oder gut es ihnen geht. 

Auf diese Weise wird deutlich gemacht, ob jemand unter Stress ist und ob seine Motivation dadurch beeinflusst wird. Eine offene Kommunikation mit Ihren Auszubildenden kann auch dazu fĂŒhren, dass ihr ĂŒber Privates sprechen werdet. Sie sollten fĂŒr die Azubis ein offenes Ohr haben, sie aufmuntern und weiter motivieren.

SelbststÀndigkeit

Wichtige Entscheidungen sollte jeder Mensch fĂŒr sich selbst treffen. Um glĂŒcklich auf der Arbeit zu sein und insgesamt ein glĂŒckliches Leben zu fĂŒhren, ist SelbststĂ€ndigkeit ein Hauptfaktor. Sich nach Vorgesetzten, Bekannten oder Lehrern zu richten, um keine großen Entscheidungen treffen zu mĂŒssen, ist sehr schĂ€dlich fĂŒr das Aufrechterhalten der Motivation.

Sie mĂŒssen darauf achten, dass sich die SelbststĂ€ndigkeit Ihrer Azubis in Laufe der Zeit steigert. Azubis, die zum Beginn der Ausbildung noch unselbststĂ€ndig sind, können mit der richtigen Motivation in Laufe der Jahre ganz aufblĂŒhen. Bei jedem einzelnen Azubi mĂŒssen Sie dieses Potenzial nutzen.

Vertrauen

Vertrauen ist sehr wichtig fĂŒr die selbsttĂ€tige Arbeit und Entscheidungen der Azubis. Als Ausbilder sind Sie aber auch verpflichtet, die Azubis wĂ€hrend der Ausbildung zu kontrollieren. Falsche Entscheidungen und geringe Konzentration bei der Arbeit können große SchĂ€den anrichten.

Die Kontrolle kann entfallen, wenn sich das Risiko in Grenzen hĂ€lt. Mit Bemerkungen wie: „Ich verlasse mich ganz auf Ihre Meinung“ können Sie so etwas fordern. Wenn bei dem Azubi noch Restzweifel ĂŒber die Arbeits-Ergebnisse bestehen, wird er sie nochmal ĂŒberprĂŒfen, um korrekte Ergebnisse sicherzustellen.

Freizeit

LebensqualitĂ€t steht fĂŒr viele Jugendliche an erster Stelle. Vor allem gilt das fĂŒr die Generationen Y und Z, die jetzt im ausbildungsfĂ€higen Alter sind. Die Möglichkeit, die eigene Freizeit wĂ€hrend der Ausbildung zu genießen, ist sehr eng mit der LebensqualitĂ€t verbunden. Das kann dazu fĂŒhren, dass sich die Arbeitszeiten in einigen FĂ€llen den FreinetzaktivitĂ€ten anpassen mĂŒssen. 

Das heißt: Eine flexible Arbeitszeit erhöht die Motivation der Ausbildenden. Auf diese Weise können die Azubis private Termine nachmittags wahrnehmen und abends verschiedene Veranstaltungen besuchen. Bei dem Bearbeiten von UrlaubsantrĂ€gen sollten Sie sich immer flexibel zeigen. Hinter einem Urlaubsantrag des Azubis stehen immer seine FreizeitwĂŒnsche, die Sie nie vernachlĂ€ssigen sollten. 

Nur wenn Sie wirklich plausible GrĂŒnde haben, können Sie einen Urlaubsantrag ablehnen. Wenn z. B. an dem gewĂŒnschten Urlaubstag wichtige Erfordernisse des Betriebes vorliegen, ist eine solche Ablehnung begrĂŒndet.

Empathie

Um die tĂ€glichen und perspektivischen BedĂŒrfnisse des Auszubildenden besser zu verstehen und zu spĂŒren, mĂŒssen Sie sich in ihn so gut wie möglich hineinversetzen. Das kann Ihnen nur gelingen, wen Sie dem Azubi empathisch gegenĂŒbertreten. 

Er wird sich dann mit Ihnen gerne ĂŒber Themen wie berufliche Perspektive, Ausbildung, aber auch ĂŒber private Dinge unterhalten. Empathie kann jeder erlernen. Sie trainieren diese Eigenschaft, indem Sie bewusst GesprĂ€che mit den Azubis fĂŒhren. Dabei sollten Sie sich bei jeder Aussage, die der Azubi Ă€ußert, fragen, was dies fĂŒr ihn bedeutet. 

Das kann fĂŒr Sie nicht immer einfach sein, da Sie nicht die Lebensbedingungen von jedem Azubi kennen können. Das sollten Sie aber versuchen herauszufinden. Sie werden sich viel besser in seine Situation versetzen können, wenn Sie mehr ĂŒber seine Schulkarriere, sein Elternhaus oder etwa sein Freundeskreis wissen.

BestÀtigung im Team

Es ist unumstritten, dass der Erfolg einer der wichtigsten Motivationsfaktoren ist. Doch der gemeinsame Erfolg, den Sie mit Ihren Auszubildenden feiern, ist noch viel besser. Einen gemeinsamen Plan schmieden oder ein Projekt zu realisieren, mit welchem Sie ein Defizit in der Berufsschule beheben können, wird Sie nicht nur motivieren, sondern auch mit Ihren auszubildenden verbinden. Dies gilt aber nicht nur fĂŒr den gemeinsamen Erfolg. Wenn der Azubi auch nach der Ausbildung alleine Erfolg hat, dann können Sie sich sicher sein, dass Sie Ihre Arbeit richtig gemacht haben. 

Der Erfolg von einer Azubi Gruppe wird fĂŒr eine lĂ€ngere Zeit fĂŒr eine positive Stimmung in der Gruppe sorgen. Der gemeinsame Erfolg motiviert immer wieder auf neu und sorgt fĂŒr bessere Ergebnisse bei der Ausbildung bzw. bei der Arbeit. Der Zusammenhalt wird besser und das Betriebsklima wird gestĂ€rkt.

Anerkennung

Anerkennung und Lob werden noch immer bei der Ausbildung sehr unterschÀtzt. Viele Ausbilder und Kollegen kennen die positive Wirkung von diesem Aspekt der Motivation nicht. Richtig eingesetzt können Anerkennung und Lob ein hohes Motivationspotenzial bieten. 

Die Azubis zu loben kostet den Ausbilder nichts, hat aber einen großen Effekt auf die Arbeitsergebnisse. Auch wenn Lob und Anerkennung sehr positive Auswirkungen haben, sollten Sie mit diesen nicht ĂŒbertreiben. Lob sollte jedes Mal glaubwĂŒrdig sein und nur fĂŒr tatsĂ€chlich erbrachte Leistungen sollte es Anerkennung geben. Das gilt auch fĂŒr kleine Fortschritte und Lernleistungen wĂ€hrend der Ausbildung.

Gerechtigkeit

Wenn Sie Lob an die Auszubildenden verteilen, mĂŒssen Sie jedoch vorsichtig sein. Azubis legen viel Wert darauf, ob Lob und Anerkennung gerecht verteilt werden. Gerechtigkeit ist generell ein Arbeitsfaktor, den Sie sehr ernst nehmen mĂŒssen.

Neben den positiven und negativen Aussagen, die Sie an Ihre Auszubildenden richten, gilt das auch fĂŒr die Zuordnung der Arbeitskollegen, die Dauer einzelner Arbeitsabschnitte, das Verteilen von Rollen bei der Realisierung von Projekten usw. Sie mĂŒssen sich immer wieder fragen, ob Sie gerecht bewerten und handeln, damit Sie Ihre GlaubwĂŒrdigkeit nicht verlieren.

Dank

Als eine FĂŒhrungsperson mĂŒssen Sie den Auszubildenden zeigen, dass Ihre Arbeit fĂŒr die Endergebnisse auch sehr wichtig ist. Sie mĂŒssen vor den Auszubildenden Dankbarkeit zeigen und sich hin und wieder bedanken, wenn es angebracht ist. Der Dank gibt ihnen nicht nur das nötige Selbstvertrauen, sondern es wertet auch die Person auf und motiviert alle, die an der Ausbildung beteiligt sind.