Management

Erfolgreiche Projektarbeit trotz (und am besten ohne) Generationenkonflikte

Marie Rosenhein Von Marie Rosenhein
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Das wichtigste Zusammengefasst:

  • Klar definierte Rollen und Verantwortlichkeiten
  • Regelm├Ą├čige Kommunikation und Feedback-Schleifen
  • Offenes Ohr f├╝r Bedenken und Probleme aller Teammitglieder
  • Flexibilit├Ąt und Anpassung an sich ├Ąndernde Bed├╝rfnisse und Umst├Ąnde
  • Wertsch├Ątzung und Anerkennung f├╝r jedes Teammitglieds Beitrag
  • Vermeidung von Vorurteilen und Stereotypen gegen├╝ber anderen Generationen
  • F├Ârderung einer teamorientierten Arbeitskultur anstatt Einzelk├Ąmpfertum.

In unternehmerischen Hierarchien hat sich in den letzten Jahrzehnten vieles ver├Ąndert. Ebenfalls wachsen Generationen aus den 1980er Jahren anders auf als die stille Generation der 1950er und 1960er Jahre. Generationenkonflikte st├Âren Projekterfolge und werden besser auch au├čerhalb konkreter Teamauftr├Ąge aus der Welt ger├Ąumt.

Neue Mitarbeiter ab dem ersten Tag generations├╝bergreifend einarbeiten

Klassische Unternehmensstrukturen sind in Abteilungen und hierarchische F├╝hrungsebenen unterteilt. Mit der Digitalisierung hat dieses ┬╗Schachteldenken┬ź ausgedient. Technische und menschliche Vernetzung findet ab dem ersten Arbeitstag neuer Mitarbeiter statt. Diese sollten nicht nach ihrem Alter, sondern zun├Ąchst ausschlie├člich nach mitgebrachten Fertigkeiten eingesch├Ątzt werden. Kommentare wie ┬╗Sind Sie daf├╝r nicht zu alt?┬ź oder ┬╗Das musste ich in Deiner Jugend auch erst lernen┬ź schaffen eine gedankliche Grenze und hemmen Einarbeitungserfolge.

Um eine erfolgreiche Einarbeitung von neuen Mitarbeitern zu gew├Ąhrleisten, sollte eine offene Kommunikation und ein kollegialer Umgang bereits ab dem ersten Arbeitstag gelebt werden. Hierbei kann es sinnvoll sein, Praktikanten und Azubis sowie erfahrene Mitarbeiter gemeinsam an Projekten arbeiten zu lassen, um den Wissensaustausch zu f├Ârdern. Eine Schulung im Umgang mit modernen Arbeitsmethoden und -tools ist ebenfalls von Vorteil.

Daneben ist es wichtig, den neuen Mitarbeitern eine umfassende Einf├╝hrung in das Unternehmen und seine Strukturen zu geben, damit sie schnell ihre Rolle im Team und ihre Aufgabenbereiche verstehen. Hierbei kann auch die Einf├╝hrung von Mentoren oder Paten hilfreich sein, die den neuen Mitarbeiter in den ersten Wochen unterst├╝tzen und bei Fragen zur Seite stehen.

Teams durch konkrete Coachingma├čnahmen zusammenschwei├čen

Ein gemeinsamer Tippschein mehrerer Mitarbeiter beim Eurolotto oder Mitfiebern beim Firmensport schafft unverbindlichen Gespr├Ąchsstoff. Ebenfalls ergeben sich generations├╝bergreifende Gespr├Ąche rund um eine Kaffeekasse, in der sich hin und wieder auch ein paar Euro f├╝r einen Firmenausflug verirren. Projekte, f├╝r die Jung und Alt einander zuarbeiten m├╝ssen, lassen sich mit gegenseitiger Wertsch├Ątzung schneller und erfolgreicher umsetzen. Daf├╝r sollten alte und junge Mitarbeiter nicht ihren pers├Ânlichen Unmut ├╝ber die Ansichten der anderen in den Vordergrund stellen, sondern durch ehrliche Kompromisse die jeweiligen Talente f├╝r den Teamerfolg b├╝ndeln.

Eine weitere M├Âglichkeit, Teams zusammenzuschwei├čen, kann durch regelm├Ą├čige Teambuilding-Events oder -Aktivit├Ąten sein. Diese k├Ânnen Outdoor-Erlebnisse, Kochen oder Kreativkurse beinhalten, die den Zusammenhalt und die Kommunikation innerhalb des Teams verbessern. Auch gemeinsame Freizeitaktivit├Ąten, wie ein Wochenendausflug oder eine Sportveranstaltung, k├Ânnen eine starke Gemeinschaft f├Ârdern.

Hierarchische Ansichten als Konfliktpotenzial ausr├Ąumen

Die stille Generation der Mitarbeiter und die in den 1970er Jahren nachr├╝ckende Babyboomer-Generation sind Respektstufen von oben nach unten gewohnt. Dementsprechend f├Ąllt es ihnen leicht, auch junge Vorgesetzte widerspruchslos mit allem Respekt zu behandeln. Die j├╝ngeren Generationen XYZ sind ├╝berwiegend mit einer lockeren Form von Respekt im Elternhaus, der Schule und beim Studium aufgewachsen. Dementsprechend leicht f├Ąllt ihnen das Miteinander in Unternehmen mit modernen, flachen Hierarchien. Doch flapsiger Umgang mit den ├Ąlteren Mitarbeitern bedeutet nicht automatisch weniger Respekt vor Person und Lebensleistung.

Eine weitere M├Âglichkeit, hierarchische Ansichten als Konfliktpotential auszur├Ąumen, ist durch klare Kommunikation und Feedback. Durch das regelm├Ą├čige F├╝hren von Feedback-Gespr├Ąchen k├Ânnen Unklarheiten ausger├Ąumt und Missverst├Ąndnisse vermieden werden. Ebenfalls hilfreich kann es sein, eine gemeinsame Sprache und Verhaltensnormen zu definieren, die f├╝r alle Mitarbeiter gelten, unabh├Ąngig von Alter oder Hierarchieebene.

Lernbereitschaft nicht vom Alter abh├Ąngig machen

Das kollektive Unterbewusstsein sch├Ątzt ├Ąltere Mitarbeiter als erfahren ein. J├╝ngeren Mitarbeitern werden mit der ├Ąhnlichen, unterbewussten Vorstellung Fehler leichter nachgesehen. Doch Lernen ist eine Daueraufgabe in jedem Beruf und in jedem unternehmerischen Team. Kommen einzelne Mitarbeiter mit Ver├Ąnderungen nur schwer zurecht, eignen sich Workshops f├╝r alle als Coachingma├čnahme. Gemeinsam erlernte Dinge verbessern rein arbeitstechnisch die strategische Zusammenarbeit f├╝r Projekte. Pers├Ânlich macht es jeden am Projekt Beteiligten stolz, Ideen und Talente f├╝r ein gemeinsames Ziel zu b├╝ndeln.

Altersunterschiede gro├če Chance f├╝r den Unternehmenserfolg

Altersunterschiede in Teams k├Ânnen eine gro├če Chance f├╝r den Unternehmenserfolg sein, da jedes Alter seine eigenen St├Ąrken, F├Ąhigkeiten und Perspektiven mitbringt. J├╝ngere Mitarbeiter k├Ânnen mit ihrer innovativen und digitalen Kompetenz dazu beitragen, dass das Unternehmen im Wettbewerb up-to-date bleibt, w├Ąhrend ├Ąltere Mitarbeiter aufgrund ihrer langj├Ąhrigen Erfahrung und ihres breiten Wissens als Mentoren und Stabilisatoren fungieren k├Ânnen.

Zuh├Âren und ausreden lassen sind vielleicht bei aktuellen T├Ątigkeiten m├Âglich, sollten aber auch in den Pausen von allen Generationen gepflegt werden. Die ├Ąlteren Mitarbeiter k├Ânnen viel ihrer beruflichen Erfahrung an ihre jungen Kollegen weitergeben. Die sollten ebenfalls die Gelegenheit bekommen, frischen Wind mit jungen Ideen ins Team zu bringen. Wenn sich Ideen und Erfahrung treffen, profitiert davon die Unternehmensstruktur langfristig. Denn auch aus den jungen, lernbereiten Einsteigern werden durch den Rat der ├Ąlteren Kollegen eines Tages Coaches f├╝r ihre nachr├╝ckenden Mitarbeitergenerationen.

Fazit zu Generationenkonflikten in Projektarbeiten

Neue Mitarbeiter m├╝ssen sich in einer althergebrachten Unternehmensstruktur erst einmal beweisen. ├ältere Mitarbeiter sollten nicht auf ihrer Erfahrung beharren, sondern im engen Kontakt mit ihren jungen Kollegen Ver├Ąnderungen zulassen. Langfristig lassen sich durch gegenseitige Wertsch├Ątzung viele Generationskonflikte am Arbeitsplatz von Anfang an vermeiden. Eine Altersmischung in Teams f├╝hrt zu einem Austausch von Ideen und Perspektiven und kann so zu neuen, kreativen L├Âsungen und Entwicklungen f├╝hren. Dar├╝ber hinaus kann das Zusammenarbeiten von Menschen unterschiedlichen Alters dazu beitragen, dass Vorurteile und Stereotypen aufgebrochen werden und eine tolerante und respektvolle Arbeitskultur entsteht.

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Marie Rosenhein
Marie Rosenhein ist eine erfahrene Management-Expertin mit einer breiten Erfahrung in verschiedenen Branchen. Sie hat einen Hintergrund in Wirtschaftswissenschaften und hat sich auf die Bereiche Strategieentwicklung, Prozessoptimierung und Change Management spezialisiert. Sie hat mehrere Jahre in leitenden Positionen in gro├čen Unternehmen verbracht und hat umfangreiche Erfahrungen in der Umsetzung von erfolgreichen Managementprojekten gesammelt. Marie ist eine gefragte Rednerin auf Konferenzen und Veranstaltungen und teilt gerne ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit anderen. Sie schreibt regelm├Ą├čig Beitr├Ąge f├╝r Fachzeitschriften und Online-Publikationen und ist auch aktiv in sozialen Medien, wo sie ihre Gedanken und Erfahrungen zu aktuellen Managementthemen teilt. In ihrer Freizeit hat Marie eine Leidenschaft f├╝r Reisen und Kultur. Sie genie├čt es, neue Orte und Kulturen zu entdecken und sammelt gerne Erinnerungen und Eindr├╝cke von ihren Reisen. Sie ist auch eine begeisterte Leserin und verbringt gerne Zeit damit, sich in B├╝chern zu verlieren.

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